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Grimmen „Das Schlimmste ist der Pieks am Anfang“
Vorpommern Grimmen „Das Schlimmste ist der Pieks am Anfang“
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07:12 28.08.2013

Grimmen — Dienstagnachmittag ist in den Räumlichkeiten des Deutschen Roten Kreuzes viel los.„Auf die Grimmener kann man sich eben verlassen“, sagt Krankenschwester Anja Fuhr (39). Die seit Jahren relativ konstante Spenderzahl von rund 45 Personen pro Termin kann auch diesmal erreicht werden. Der erste Blutspender ist Norbert Wolf. Der 50-Jährige Grimmener wird von Schwester Jutta Markwardt erst einmal beglückwünscht. „Herr Wolf ist eine ganz treue Seele. Heute gibt er bereits seine 90. Spende ab“, sagt die 61-Jährige, als sie zum „Zaunpfahl“ greift. Zaunpfahl? „So nenne ich liebevoll die Nadel, mit der wir in die Vene stechen. Sie ist deutlich voluminöser als die kleinen Spritzen, mit denen beim Hausarzt Blut abgenommen wird“, erklärt die erfahrene Krankenschwester. Aber gelernt ist gelernt — und ehe sich Norbert Wolf versieht, läuft das Blut bereits in den Beutel. Es dauert gerade mal sechs Minuten, dann sind die knapp 500 Milliliter auch schon „abgezapft“. Auf der Liege daneben liegt Sebastian Kresin. Der 31-Jährige hat bereits eine kleine Radtour hinter sich. „Ich komme immer aus Rolofshagen zum Spendetermin nach Grimmen. Der Weg hierher ist noch das Schlimmste“, scherzt er. Die Meisten im Raum sind Dauerspender. Frauen dürfen vierteljährlich zum Spenden kommen, Männer sogar zwei Mal öfter. Aber nicht immer dürfen sie dann auch Blut da lassen „Heute war mein Eisenwert zu hoch, das ärgert mich“, sagt Giesela Röber (64). „Wir klären im Vorhinein ab, ob eine Blutspende möglich ist“, beschreibt Klaus Vietinghoff. Der 72-Jährige misst beispielsweise den Blutdruck und die Temperatur. Womit er es immer wieder zu tun hat, ist das „Weißkittelsyndrom“. „Ob Erstspender oder Leute, die sich schon seit Jahren Blut abnehmen lassen, eine gewisse Nervosität und ein dadurch erhöhter Pulsschlag ist bei fast Jedem festzustellen.“ Gibt es das medizinische Okay, haben alle nur noch eine kleine Überwindung zu meistern. „Das Schlimmste ist der Pieks am Anfang“, sagt Elke Holler (50). Das Abnehmen dauert dann maximal 15 Minuten. „Wenn in dieser Zeit die Menge von mindestens 450 Millilitern nicht geschafft wird, können wir die Spende nicht verwenden“, erklärt Anja Fuhr. Gründe können eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr an diesem Tag oder ein schlechtes Venenverhältnis sein. Bei konstanten 22 Grad Celsius werden die Blutkonserven dann in einem temperierten Fahrzeug noch am Abend nach Neubrandenburg gebracht. Besonders gefragt ist die Blutgruppe „Null-negativ“. „Diese kann sehr universell eingesetzt werden“, so Jutta Markwardt.

Raik Mielke

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