Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Den Idolen zum Anfassen nah

Stralsund Den Idolen zum Anfassen nah

Die 16-jährige Stralsunderin Stine Loßmann war für zwei Wochen im Olympischen Rudercamp in Rio de Janeiro / In der OZ berichtet sie über die Reise

Voriger Artikel
Drei Schwerverletzte nach Unfall auf der A 20
Nächster Artikel
Mozart trifft Platt

Stine Loßmann (rechts) gemeinsam mit Lisa Schmidla, die im Doppelvierer Gold holte.

Quelle: Fotos: Privat

Stralsund. Rio de Janeiro. Austragungsort der Olympischen Spiele 2016. Für viele ist es ein Traum, einmal dort zu sein. Dieser Traum ging für die 16-Jährige Stine Loßmann in Erfüllung, da sie bei einem Preisausschreiben der deutschen Ruderjugend für das „Olympische Rudercamp“ eine Reise zum größten Sportevent der Welt gewonnen hatte.

OZ-Bild

Die 16-jährige Stralsunderin Stine Loßmann war für zwei Wochen im Olympischen Rudercamp in Rio de Janeiro / In der OZ berichtet sie über die Reise

Zur Bildergalerie

Über 40 Teilnehmer aus Deutschland machten sich auf den Weg in das bunte Brasilien. „Ich hatte eigentlich gedacht in Rio sei mehr Leben, weil das nach außen immer so präsentiert wird. Unter der Woche war nicht viel Trubel auf den Straßen, erst am Wochenende wurde gefeiert. Die Menschen sind sehr herzlich und unterhaltsam, obwohl wir größtenteils gestikuliert haben“, schildert die Stralsunderin ihren ersten Eindruck der Stadt.

Bei 306 Wettbewerben in 28 Sportarten konnten Sportler bei den Olympischen Sommerspielen ihr Talent unter Beweis stellen und um die Medaillen kämpfen. Egal ob Wildwasser-Kanu, Hockey, Leichtathletik oder Rudern – Stine konnte bei vielen Wettkämpfen ordentlich mitfiebern. „Natürlich haben wir uns am längsten bei den Ruderern aufgehalten, die Gold- und Silbermedaillen gewannen. Das war so ein Gänsehautmoment, als Deutschland als erstes ins Ziel kam. Wir hatten danach keine Stimme mehr“, berichtet Stine über die sportlichen Höhepunkte. „Ich habe auch gesehen, wie die Polin im Hammerwerfen den Weltrekord gebrochen hat.“

Außerdem war Stine mit ihren Freunden in einem Kinderdorf und ist immer noch sehr gerührt: „Die Kinder wurden aus ihren Dörfern weggefangen, damit Rio kein schlechtes Bild zu den Olympischen Spielen abgibt. Jedoch ging es ihnen sehr gut, weil sie dort eine Art Schule besuchen konnten, sie hatten ausreichend Essen, und wir konnten ihnen auch Aufmerksamkeit schenken.“

So wie den Kindern ergeht es aber nicht jedem in Rio, denn der Schein trügt. Stine Loßmann hat auch an den Straßenrand geblickt und gibt zu: „Im ersten Moment hatte ich einen Kulturschock. Die Menschen auf der Straße sind wirklich arm. Nicht so arm, wie das, was wir in Deutschland arm nennen. Unglaublich viele haben auf Plastiktüten geschlafen, waren krank oder verwundet. Zudem war die Hygiene sehr schlecht und es hat in der Stadt nach tausend verschiedenen Gerüchen gestunken. Ich bin eigentlich ein tougher Mensch, aber da musste ich schon schlucken. Wir können unglaublich dankbar sein, dass es in Deutschland so ein gutes Gesundheitswesen und gute Hygiene gibt.“

Abschließend war das deutsche Haus nochmal ein Höhepunkt der Reise nach Brasilien. Dieses Haus ist der zentrale Treffpunkt für die deutsche Olympiamannschaft und ihre Gäste. Es finden Pressekonferenzen, Live-Übertragungen der Wettkämpfe und diverse Veranstaltungen statt. Dort haben sich die Gymnasiastin und ihre Ruder-Freunde richtig verwöhnen lassen: „Das Haus lag am Strand, es gab einen riesigen Pool und das Essen war einfach klasse. Wir durften uns im ganzen Haus frei bewegen, haben mit den Sportlern geredet und gefeiert – unsere Idole hautnah zum Anfassen.“

Leider gehen die Olympischen Spiele und zwei Wochen voller Abenteuer auch vorbei, was die 16-Jährige bedauert: „Es gab viele positive und negative Ergebnisse. Aber würde man mich fragen, ob ich es wieder machen würde, hätte ich ganz klar mit Ja geantwortet. Ich bin mit dieser Reise gewachsen, habe viele neue tolle Leute kennengelernt, Freunde gefunden. Nicht zuletzt kann ich so eine Reise auch nur empfehlen, damit man sich auch mal wieder bewusst wird, dass wir in Deutschland dankbar für unsere Lebensbedingungen sein können.“ Sabrina Scholz (17) besucht das Hansa-Gymnasium.

Sabrina Scholz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Grimmen
Verlagshaus Grimmen

Bahnhofstraße 11
18507 Grimmen
Telefon: 03 83 26 / 46 07 84

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
9.30 bis 16.30 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.