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Den Süderholzern rauchen die Köpfe

Poggendorf Den Süderholzern rauchen die Köpfe

Die Wehr der Großgemeinde muss ihre Helme austauschen / Kosten: rund 36000 Euro

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Die Köpfe der Aktion: Jugendabteilungsleiter Tobias Lembke, Bürgermeister Alexander Benkert und Wehrführer Torsten Schwebke. FOTO: PRIVAT

Poggendorf. Den Süderholzer Feuerwehrleuten rauchen die Köpfe. Sie müssen ab kommendem Jahr nach und nach rund 60 Helme austauschen. Kosten von circa 36000 Euro kommen da auf die Gemeinde zu. Um diese aber zu entlasten, haben sich Wehrführer Torsten Schwebke, Jugendabteilungsleiter Tobias Lembke und Bürgermeister Alexander Benkert (CDU) Gedanken gemacht.

Herausgekommen ist die gemeinsame Aktion mit der Feuerwehrkameradschaft Griebenow „Löschen ohne Helme? Da raucht der Kopf“, bei der die Bürger die Möglichkeit haben, etwas zurück zu geben – dafür, dass die Süderholzer Kameraden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für ihre Sicherheit bereitstehen.

„Zehn bis 15 Jahre darf ein Helm genutzt werden. Nach dieser Frist wird aus sicherheitstechnischen Gründen empfohlen, diesen auszutauschen“, berichtet Wehrführer Torsten Schwebke. Einige würden auch schon ziemlich lädiert sein. Finanziell zuständig für die Ausstattung der Wehr ist eigentlich die Gemeinde Süderholz. „In Zeiten klammer Kassen appellieren wir diesbezüglich aber an die Bürger und bitten um Geldspenden“, berichtet er. Die Kommune solle somit entlastet werden. Gerade in Sachen Feuerwehr stehen in den kommenden Jahren große Pläne an. „Im kommenden Jahr rechnen wir mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug. Außerdem haben wir in der mittelfristigen Haushaltplanung Investitionen an den Gebäuden in Kandelin und Neuendorf vor“, berichtet Bürgermeister Alexander Benkert, der die Aktion begrüßt und als Feuerwehrmann auch unterstützt.

Ein weiterer Grund, warum die Süderholzer Wehr die Neubeschaffung der Helme über eine Spendenaktion angeht, seien die Aussagen der Bürger, wenn Wehrführer und Jugendabteilungsleiter um Mitglieder werben. „Jeder, den wir ansprechen, erachtet die Freiwillige Feuerwehr als sehr wichtig. Die Begründung, dass er selbst nicht aktiver Feuerwehrmann oder -frau werden könne, sei der zeitliche Aufwand, berichtet Tobias Lembke. „Viele versichern aber, dass sie bereit sind, finanziell die Feuerwehr zu unterstützen“, fügt er hinzu. „Nach wie vor freuen wir uns aber auch über jeden, der aktiv mitwirken möchte“, sagt Gemeindewehrführer Torsten Schwebke.

Denn von einst 150 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen sind nur noch rund 60 geblieben. „Nur acht bis 12 Mann haben wir über Tag in Bereitschaft - insgesamt an allen fünf Standorten“, nennt er eine fast erschreckende Zahl. Möglich ist dies dank der Bereitschaft von Arbeitgebern, wie dem Golfpark in Kaschow, der Baase Landmaschinentechnik und der Landwirte, ihre Mitarbeiter kompromisslos für diese ehrenamtliche Tätigkeit freizustellen. Aber auch innerhalb der Gemeindeverwaltung, seien es die Angestellten in Poggendorf oder die Bauhofmitarbeiter, ist die Bereitschaft groß, sich in der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren.

Der Löschzug Süderholz hat aufregende Jahre hinter sich. 15 Jahre arbeiteten die Kameraden daran, die kleinen Wehren aus dem Gemeindegebiet zu einem gut funktionierenden Löschzug zusammenzuschließen.

Mittlerweile gehört die Süderholzer Wehr mit ihren Standorten in Neuendorf, Bretwisch, Klevenow, Griebenow und Kandelin, was Strukturen betrifft, zu den Vorzeigewehren im Land. Und das obwohl immer mehr Aufgaben hinzukommen.

Für drei Monate – vom 1. Dezember bis zum 28. Februar – können die Süderholzer Bürger, Gewerbetreibende und auch jeder andere ihren Beitrag dafür leisten, dass die Süderholzer Feuerwehrmänner und -frauen auch weiterhin bestens ausgerüstet sind. Und was noch viel wichtiger ist, auch selbst gut geschützt sind.

Anja Krüger

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