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Grimmen Der Stadtwald wird gepflegt
Vorpommern Grimmen Der Stadtwald wird gepflegt
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15:03 13.10.2018
Heike Räbisch von der Stadtverwaltung und Förster Hendric Wojtek besprechen die nächsten Pflegemaßnahmen für den Grimmener Stadtwald. Quelle: Almut Jaekel
Grimmen

Wer derzeit einen ruhigen Herbstspaziergang im Grimmener Stadtwald unternehmen möchte, wird staunen: Statt Blättergeraschel und Vogelgezwitscher kann es sein, dass lauter Maschinenlärm durchs Gebüsch dringt. „Die Holzwerber sind aktiv“, erklärt Grimmens Stadträtin Heike Hübner.

„Wir sind sehr froh“, sagt Förster Hendric Wojtek. Die Forstmitarbeiter können den Holzeinschlag in diesem Jahr erledigen, ohne großen Schaden an den Wegen und im Wald anzurichten. Wojtek: „Das Wetter ist super, das Laub fällt langsam ab und die Pflanzen bereiten sich auf die Winterruhe vor. Es ist also die perfekte Zeit“. Und da es aufgrund der geringen Niederschläge auch im Stadtwald für Oktober ziemlich trocken ist, bleiben die Wege heil.

Tote Eschen müssten entfernt werden, Jungbestände werden durchforstet und einige, wenige dicke Stämme werden geerntet, erläutert der Förster die notwendigen Maßnahmen. „Wir führen aber keine Kahlschläge im Stadtwald durch“, betont er. Im ersten Schritt ist der Harvester – eine große Holzerntemaschine – aktiv, mit dem in den Beständen aufgeräumt wird. Als zweites kommt der sogenannte Forwarder zum Einsatz, mit dessen Hilfe das Holz an den Weg gerückt wird. „Ab November dann werden die Waldarbeiter per Motorsäge Pappeln fällen, unter denen schon junge Linden und Buchen nachwachsen. Sie stehen zu dicht und beginnen, in den Kronen kahl zu werden“, umreißt Wojtek die nächsten Aufgaben. Auch einige Buchen sollen „geerntet“ werden, um die weitere Verjüngung möglich zu machen. Außerdem seien etliche Fichten auf einer Fläche in Nähe des Solarparks umgekippt. Dort sollen Eichen gepflanzt werden.

„Wichtig ist uns, dass der Stadtwald ein Erholungswald bleibt“, betont Heike Hübner. „Wir betreiben hier keinen Wirtschaftswald“, sagt sie. Aber dennoch müsse man forstwirtschaftlich tätig werden, um den Wald gesund zu erhalten“, fügt Wojtek an. So seien nach dem Eschensterben auch größere Aufforstungen notwendig gewesen. Gemeinsam mit Heike Räbisch vom Stadtbauhof hat sich Heike Hübner alle Wege im Stadtwald angeschaut. Nicht ganz typisch für einen Erholungswald seien sie angelegt, da es keinen Rundweg gebe, sagt die Stadträtin. Aber so seien der Naturschutz und die Ruhe für den Wildbestand gewährleistet. Der Weg am Gewerbegebiet, der von Wildschweinen stark beschädigt wurde, soll neu profiliert werden. Rückschnitte als pflegerische Maßnahmen an den Wegen seien natürlich ebenso geplant und der Hauptweg werde auf halber Höhe eine Sitzgruppe bekommen. „Und wir werden am Eingang zum Stadtpark eine Art Blumenwiese anlegen“, planen die beiden. Hilfe erwarten sie auch in diesem Jahr wieder von den Grimmener Gymnasiasten, die schon öfter bei Anpflanzungen aktiv waren, jetzt aber im Unterholz aufräumen werden.

Jaekel Almut

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