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Deyelsdorfer legt Chronik des Ortes vor

Deyelsdorf Deyelsdorfer legt Chronik des Ortes vor

725-jähriges Dorf-Jubiläum war Anlass für Ulrich Schnell, zwei Jahre lang tief in die Geschichte einzutauchen

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Die Deyelsdorfer Kirche soll zwischen 1601 und 1606 errichtet worden sein. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie stark umgebaut.

Deyelsdorf. Zwei Jahre lang hat sich Ulrich Schnell durch die Historie des kleinen Ortes Deyelsdorf gewühlt. „Im ersten halben Jahr habe ich an der Konzeption gearbeitet, im nächsten halben Jahr Material gesammelt und im darauffolgen halben Jahr war ich in Archiven unterwegs“, berichtet der 72-Jährige. Jetzt liegt sie endlich gedruckt auf dem Tisch, die Deyelsdorfer Geschichte. Wenngleich zunächst als sogenannte Nullserie. „Deyelsdorf – 725 Jahre im Wandel der Zeiten – die Chronik“ steht auf dem Titel des mehr als 200 Seiten starken, reich bebilderten Bandes „In der nächsten Woche fahre ich zur Druckerei und hole die Bücher ab“, erzählt Ulrich Schnell.

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725-jähriges Dorf-Jubiläum war Anlass für Ulrich Schnell, zwei Jahre lang tief in die Geschichte einzutauchen

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Ich habe versucht, die Menschen zu verstehen, die in den zurückliegenden Jahrhunderten hier gelebt haben.“Ulrich Schnell, Chronist

Deyelsdorf wurde vor 725 Jahren zum ersten Mal als Ort erwähnt. Für Ulrich Schnell war das Jubiläum der Auslöser, eine Chronik zu erarbeiten. „Ich bin seit 1968 mit Deyelsdorf verbunden und seit 1998 Bürger dieses Ortes“, erläutert der pensionierte Lehrer. „In diesen Jahren hat mich das Dorf mit seiner wechselvollen Geschichte bewegt und zum Aufschreiben veranlasst“, sagt Schnell und ergänzt, dass es in dem kleinen 155-Seelen-Dorf immerhin fünf denkmalgeschützte Bauwerke gibt.

Schon 1291 ist Deyelsdorf in Schriftstücken erwähnt worden. „Es gibt aber leider keine Urkunde darüber“, bedauert Schnell, der bei seinen Recherchen verschiedene Archive genutzt hat. „Im Pommerschen Landesarchiv in Greifswald und im Kreisarchiv Vorpommern-Rügen bekam ich hilfreiche Unterstützung“, berichtet der Deyelsdorfer. „Allerdings waren die meisten Archivalien in der für mich nicht lesbaren Sütterlinschrift geschrieben.“ Hier kommt Oberstudienrat Hans-Joachim Hiller ins Spiel, den Schnell noch aus Lehrer-Zeiten kennt und der seine Hilfe zum Übersetzen der alten Texte anbot.

Grund dafür, dass Hiller als zweiter Autor in der Deyelsdorfer Chronik genannt ist. „Ich würde gern einen Sütterlin-Lehrgang besuchen, vielleicht bietet die Volkshochschule so einen Kurs mal an“, hofft Ulrich Schnell.

Der Deyelsdorfer durchforstete bei seinen Nachforschungen nicht nur alte Akten, sondern sprach auch mit vielen Menschen, mit Zeitzeugen, die teils aus eigenem Erleben etwas Interessantes aus der Vergangenheit von Deyelsdorf berichten können. Mit etwa einem Dutzend Leute habe er gesprochen, blickt der Buchautor zurück. Mit der Frau, die seit Jahrzehnten regelmäßig die Kirchenglocken läutet und sich um die Pflege fremder Gräber auf dem Friedhof kümmert. Mit dem Sohn des ehemaligen Gaststättenverwalters, der seinerzeit im Dorfkrug das Licht der Welt erblickte. Mit der ehemaligen Leiterin des Dorfkonsums, die sogar noch alte Brigadetagebücher aufgehoben hat. Die Geschichte der örtlichen Feuerwehr findet sich genau so in der Chronik wie die der Aufsiedelung Ende der 1920er-Jahre, der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft nach 1945, der Kindertagesstätte und anderes mehr. „Deyelsdorf hatte schon Anfang der 1940er-Jahre einen Kindergarten“, weiß Schnell. „Wichtig für eine Chronik sind die Menschen, denn die schreiben ja die Geschichte. Die Leute waren sehr offen zu mir – das hat mich beflügelt“, sagt Ulrich Schnell. Und: Er habe viel gelernt während der Recherche. Die Deyelsdorfer Chronik, deren Finanzierung möglich wurde auch dank der Fäsekower Knops OHG und der Gemeinde, soll erstmals während des Familiensommerfestes der Fäsekower Kita „Zwergenland“ am 23.

Juli verkauft werden. Danach auch in der Grimmener Buchhandlung Steffen und im Jugendgästehaus „Graureiher“ in Nehringen. „Natürlich kann man das Buch dann auch bei mir bekommen“, sagt der Autor.

Peter Franke

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