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Die Hiddenseer machen ernst: Illegale Strandzugänge gesperrt

Hiddensee Die Hiddenseer machen ernst: Illegale Strandzugänge gesperrt

Die Insulaner wollen so die Dünen sichern, die erst kürzlich mit zusätzlichem Strandhafer bepflanzt wurden / Auffangzäune sollen zudem den Treibsand am Strand halten

Hiddensee. Küstenschutz geht alle an – aber nicht alle scheinen das zu begreifen. Deshalb wird auf Hiddensee jetzt durchgegriffen. „Wir sperren die illegalen Strandzugängen ab, die vor allem in Vitte, aber auch in Kloster durch die Dünen getrampelt wurden“, sagt Bürgermeister Thomas Gens. Seinen Worten zufolge halten sich inzwischen viele an die Absperrungen. „Aber einige rennen weiter durch, weil auch noch nicht alles ausreichend gekennzeichnet ist“, sagt Gens. Dies solle in der nächstenZeit folgen.

Trotzdem schüttelt er ungläubig den Kopf. Denn in den vergangenen Tagen ist an den Dünen in Vitte und Kloster zusätzlicher Strandhafer gepflanzt worden. Der bildet sehr schnell ein umfangreiches Wurzelwerk im Sand und hält diesen fest. So bepflanzt wurden auch die illegalen Strandzugänge – doch die Pflanzung zur Küstensicherung ist, man sieht es an den Abdrücken, sprichwörtlich mit Füßen getreten worden. „Deshalb hatten wir keine andere Wahl, wir mussten absperren“, sagt Gens und hofft, dass aus Dünenlatschern schließlich noch Dünenbewahrer werden.

In Fragen des Küstenschutzes verstehen die Insulaner keinen Spaß, schützt der Strand samt der Düne doch ihr Eiland. Erst im vergangenen Jahr kamen die Hiddenseer in den Genuss von millionenschweren Küstenschutzprojekten – weil Gefahr in Verzug war: die Ostsee nagte an Hiddensee, die Strände wurden immer schmaler, die Schutzdünen hatten teilweise freigelegen. Deshalb wurden im Dezember auf einem etwa 3,5 Kilometer langen Strandabschnitt zwischen Kloster und Vitte für 3,8 Millionen Euro etwa 300000 Kubikmeter Sand aufgespült. Das war 2015 nicht das einzige Küstenschutzprojekt für Hiddensee. Denn bereits seit September wurde für etwa 4,5 Millionen Euro Sand in zwei bis vier Metern Wassertiefe an die Küste des Eilandes gespült.

Dünenlatscher gibt es keinesfalls nur auf Hiddensee. An der rügensche Bäderküste sind sie vielfach anzutreffen. Auch, weil kam noch ein Spanndraht – wie einst über Jahre hinweg üblich, vom Begehen der Dünen abhält. Das für den Küstenschutz zuständige Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) verzichtet auf Draht und Pflöcke vor den Dünen. Hintergrund soll eine Versuchsreihe des Stalu auf dem Fischland, dem Darß und Zingst sein. Dort seien bereits 2013 einige Dünenabschnitte nicht mehr mit Spanndraht gesichert worden. Spätere Kontrollen hätten keine Verschlechterung des Dünenzustands ergeben.

Den Gemeinden sei es dagegen vorbehalten, die Dünen selbst zu sichern. Diese lehnen es aber aus Kostengründen ab und monieren, dass das Amt auf wenig galante Art und Weise das Thema auf die Kommunen abwälze.

Chris-Marco Herold

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