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Grimmen Die Patienten sind sein Jungbrunnen
Vorpommern Grimmen Die Patienten sind sein Jungbrunnen
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00:00 12.11.2016

Gestern standen die Patienten der chirurgischen Praxis von Dr. Volker Worm in der Gützkower Straße 86 doch tatsächlich vor verschlossener Tür. Der Mann hat sich nicht etwa zur Ruhe gesetzt, sondern einen besonderen Anlass für die eintägige Schließung: Vor genau 25 Jahren, am 11. November 1991, eröffnete er seine Praxis in Greifswald, damals noch im Gebäude der ehemaligen Reichsbahnklinik in der Bahnhofstraße.

Heute führt er nicht nur eine der modernsten Praxen dieser Art in MV, sondern auch eine mit Seltenheitswert. „Die Möglichkeit, sich als Chirurg so wie ich mit Praxisklinik niederzulassen, sind sehr begrenzt“, so Worm. Das Gute bei ihm: „Vom Frühstückstisch bis zur Arbeit brauche ich keine drei Minuten. Für mich ist Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes ein Heimspiel“, meint Volker Worm mit einem Schmunzeln. Gestern hat er seine zehn Mitarbeiter, von denen einige von Anfang an dabei sind, zu einem Festessen eingeladen. „Das lag mir sehr am Herzen, denn ohne qualifiziertes, freundliches Personal funktioniert keine Praxis“, betont er.

Volker Worm ist eine Institution in Greifswald: Chirurg, Sport- und Durchgangsarzt, dazu für hunderte Fußballer, Badmintonspieler und Boxer aus Greifswald und von der Insel Usedom die gute Fee am Spielfeldrand, leidenschaftlicher Mannschaftsarzt, Ringarzt mit Herz . . . Er hat an die 50 Praktikanten und Famulanten sowie zehn Assistenzärzte in der Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner, Chirurg oder Orthopäde ausgebildet. „Mit der Praxis habe ich mir einen langgehegten Traum erfüllt, zuvor war ich ja über zehn Jahre Leiter der großen chirurgischen Poliklinik im Klinikum“, sagt er.

Der Mediziner gibt an, Glück gehabt zu haben, dass immer viele Patienten auf sein Können gesetzt haben. Er sieht das aber auch als Ausdruck der guten Zusammenarbeit mit anderen niedergelassenen Berufskollegen in Greifswald.

Der Mediziner, der für sein berufliches und ehrenamtliches Wirken schon viele Auszeichnungen erhalten hat, darunter die Goldende Ehrennadel des Landessportbundes, denkt noch nicht ans Aufhören.

„Solange ich noch einen klaren Kopf und ruhige Hände habe, werde ich für meine Patienten da sein“, sagt der 72-Jährige.

Cornelia Meerkatz

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