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Die Suche nach den Schuldigen

Greifswald Die Suche nach den Schuldigen

Seit Fertigstellung mussten mehrfach Reparaturen durchgeführt werden

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Die Wiecker Brücke kurz vor Ende der Sanierungsarbeiten im Dezember 2015.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Die Wiecker Brücke kommt nicht aus den Schlagzeilen. Wenige Monate nach Fertigstellung des sanierten Bauwerks im Dezember 2015 sorgen Reparaturen und Sperrungen für Unmut. Bereits im Februar und dann wieder im April musste die Brücke für den Verkehr gesperrt werden. Was das den Steuerzahler bislang genau gekostet hat, ist noch nicht bekannt.

Die Stadt will sich das Geld wiederholen und die „Kosten anteilig auf die Verursacher verteilen“, heißt es in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Ortsrates Wieck/Ladebow, Bernd Lieschefsky (Bürgerliste) und der Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion zur Brückenproblematik. Nach genauer Prüfung und notfalls auf dem Rechtsweg, heißt es dort. Der Baufirma Schmees

& Lühn bescheinigt der zuständige städtische Mitarbeiter Peter Lubs allerdings „sorgfältig, termingetreu und entsprechend der Planung gearbeitet zu haben.“

Die Ursache der Probleme ist ziemlich banal, wie OZ auf Nachfrage bei der Pressestelle erfuhr. Das zum Bau der Brücke verwendete Tropenholz war nicht abgelagert, sondern erst frisch geschlagen worden. Es hat nach der Fertigstellung der Brücke „gearbeitet“. Was „allen Beteiligten bekannt war“, wie die Stadt formuliert. Als Folge konnten die Brückenklappen nur noch mit erhöhtem Personaleinsatz bewegt werden. Ab dem 9. April waren deshalb vier Kollegen im Einsatz, um Öffnen und Schließen der Brücke zu gewährleisten. Durch den Einbau von Blechen an bestimmten Stellen hätte man zumindest ein Teil der Probleme vermeiden können, informiert die Stadt weiter.

Das sei aber „nicht Gegenstand der Planung gewesen. Das könne doch nicht wahr sein, kommentiert Lieschefsky diese Aussage. „Das hätte der Planer berücksichtigen müssen. Mein Vater war Tischler, der hätte hier nie frisches Holz verarbeitet.“ Und auch die Stadt trage Mitschuld. „Als es im letzten Jahr zu Verzögerungen bei der Lieferung kam, musste doch klar sein, dass die Baufirma frisch geschlagenes Holz verbauen wird“, meint er. Da hätte die Verwaltung hellhörig werden müssen.

Die letzte Reparatur am 26. /27. April durch die mit der Wartung beauftragten Firma Person und Söhne scheint erfolgreich gewesen zu sein. Sie hatte auch die Ursache der Probleme entdeckt. Person und Söhne habe darum auch darauf bestanden, die Arbeiten durchzuführen, so die Pressestelle. Eile war geboten, so die Stadt. Seit dem 2. Mai wird die Wiecker Brücke zehn Mal am Tag geöffnet.

Von eob

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