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Grimmen „Die Wege im Hexenkessel werden befestigt“
Vorpommern Grimmen „Die Wege im Hexenkessel werden befestigt“
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07:00 16.03.2019
Auch in diesem Jahr können sich die Besucher auf drei spektakuläre Rennwochenenden im Grimmener Hexenkessel freuen. Quelle: Raik Mielke
Grimmen

Seit fast 30 Jahren bebt der Grimmener Hexenkessel. „Schuld“ daran sind die spektakulären Stock-Car-Rennen und die atemberaubenden Nachtläufe der europäischen Tractor-Pulling-Elite. Auch in diesem Jahr können sich die motorsportbegeisterten Menschen der Region auf drei Rennwochenenden im Motodrom der Trebelstadt freuen. Benno Rüster, der Vorsitzende der 1. Grimmener Stock-Car-Legion hofft, dass in Sachen „Wetter“ der Hattrick geschafft werden kann. Was für die neue Saison alles geplant ist, verrät der Vereinsvorsitzende im großen OZ-Interview.

Freuen Sie sich auf die neue Saison?

Ja klar! So viele Leute stecken in diese Veranstaltung seit Jahrzehnten so viel Herzblut und sorgen dafür, dass wir in Grimmen eine Qualität der Stock-Car-Rennen erreicht haben, die ihresgleichen sucht.

Was genau unterscheidet die Grimmener Rennen denn von anderen dieser Art?

Ich denke das Gesamtkonzept. Wir haben insbesondere in Sachen Sicherheit hohe Maßstäbe gesetzt. Jedes Rennen wird von Feuerwehrleuten, Rettungssanitätern und Rettern der DLRG abgesichert. Zudem setzen wir bei den Fahrzeugen auf hohe Sicherheitsstandards. Diese werden bei jedem Rennen aufs Neue kontrolliert. Bevor die Fahrer an den Start gehen, wird jedes Fahrzeug abgenommen und beispielsweise durch stichprobenartige Alkoholkontrollen die Fahrer kontrolliert. Das Veranstaltungsgelände wurde in den letzten Jahren zudem immer weiter ausgebaut, so dass Zuschauer und Fahrer optimale Bedingungen vorfinden.

Was genau waren die wichtigsten Veränderungen im Hexenkessel?

Durch die aufgeschütteten Wälle haben inzwischen alle Besucher optimale Sicht auf das gesamte Renngeschehen. Im vergangenen Jahr konnten wir insbesondere auch in Sachen Akustik einen großen Schritt nach vorne machen. Es gibt zwischen den einzelnen Lautsprechern nun keine Kabel mehr, die das Sichtfeld der Besucher einschränken. Zudem wurde uns bestätigt, dass der Klang viel besser geworden ist.

Sind denn weitere Arbeiten für die Saison 2019 geplant?

Wir haben uns ein großes Ziel gesetzt. Das Gelände soll befestigt werden, so dass wir auch bei schlechteren Witterungsbedingungen nicht im Matsch versinken. Zudem werden wir für den Tractor-Pulling-Nachtlauf ein neues Lichtkonzept erarbeiten, um die Traktoren aus ganz Europa noch eindrucksvoller in Szene zu setzen.

Apropos Wetter – in den vergangenen beiden Jahren konnten Sie recht zufrieden sein. War dieser Trend spürbar?

Definitiv. Wir sind ganz entscheidend vom Wetter abhängig. Dies betrifft in erster Linie die Zuschauerzahlen. Sowohl beim Stock-Car, als auch beim Tractor-Pulling waren wir mit den Besucherzahlen sehr zufrieden. Der Trend zeigt, dass wir auch eine Strahlkraft über die Kreisgrenzen hinaus haben und wir immer wieder auch Besucher aus der Ferne in Grimmen begrüßen können. Unser Ziel ist es, insbesondere auch für die Tractor-Pulling-Veranstaltungen noch mehr die motorsportbegeisterten Menschen aus dem Raum Neubrandenburg anzusprechen. Dort gibt eine große Fangemeinschaft dieses Sports, die wir gerne erreichen wollen.

Wie sollen Ihrer Vorstellung nach künftig die After-Race-Partys aussehen?

Es wird sie am Samstagabend weiterhin geben und ein DJ wird für Stimmung sorgen. Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn auch hier immer mehr Besucher im Hexenkessel ausgelassen feiern. Aber in erster Linie geht es darum, dass die Fahrer und Fans eine tolle Nacht haben und gemeinsam feiern. Ich habe es schon oft gesagt, aber ich wünsche mir ganz einfach, dass wir wie eine große Familie miteinander umgehen. Dies heißt füreinander da zu sein, sich gemeinsam zu ärgern aber vor allem gemeinsam Spaß an unserem Sport zu haben. Und dies beinhaltet auch die Partys.

Was macht Sie außerhalb der Rennwochenende besonders stolz?

Das Stock-Car nicht nur an drei Wochenenden im Jahr gelebt wird. Inzwischen gibt es auf fast jedem Dorf ein Team. Die Leute treffen sich in den ’Schrauberhallen’ fast täglich und auch teamübergreifend. Es wird gemeinsam an den Fahrzeugen gebastelt und ein geselliges Miteinander vorgelebt. Und dies alles findet generationsübergreifend statt. Vom Kleinkind bis zum Opa werden da alle mit eingebunden. Dies ist für mich das Schönste.

Raik Mielke

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