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Diese Schule ist eine feste Größe im Ort

Velgast Diese Schule ist eine feste Größe im Ort

Fachgymnasium Velgast punktet mit familiärer Atmosphäre und Projekten

Velgast. Auf halber Strecke zwischen Barth und Stralsund liegt Velgast. Der Ort mit gerade einmal um die 1200 Einwohnern ist ländlich geprägt. Der „Jungbrunnen“ der Gemeinde ist jedoch das Fachgymnasium. 180 Schüler werden dort unterrichtet. Seit dem vergangenen Jahr gehört das Fachgymnasium als Außenstelle zum Regionalen Beruflichen Bildungszentrum des Landkreises Vorpommern-Rügen, an dem insgesamt rund 3000 Schüler unterrichtet werden. Trotz der eher abgeschiedenen Lage erfreut sich die Schule an großem Zulauf.

Zulassung zu allen Studiengängen

Lehrerin Antje Thiede erklärt, warum für einige Schüler das Fachgymnasium der bessere Weg ist: „Viele Eltern spüren den Druck, sich schon frühzeitig für den weiteren Schulweg ihrer Kinder entscheiden zu müssen. Für einige ist das in der 6. Klasse einfach zu früh.“ Man müsse auch danach noch die Möglichkeit haben, das Abitur zu machen. „Später kann ich es nur noch berufsbegleitend machen“, betont die Englisch- und Russischlehrerin. Wichtig ist auch: Fachgymnasium bedeutet nicht Fachabitur. „Die Schüler erlangen bei uns die Allgemeine Hochschulreife. Sie können damit zu allen Studiengängen zugelassen werden“, betont Antje Thiede.

Denn die Schüler schreiben am Fachgymnasium in Velgast die gleichen Abiturprüfungen wie an andern Gymnasien. „Nur der Weg ist ein anderer“, sagt die Lehrerin, für die es selbstverständlich war, auch ihre eigenen Kinder in Velgast unterrichten zu lassen.

Das Konzept des Fachgymnasiums geht auf: „Wer fleißig ist, kann bei uns ein sehr gutes Abitur machen. Viele bei uns haben einen Notenschnitt von 1,0“, sagt Außenstellenleiterin Dörte Schulze.

Schule gehört seit 64 Jahren zum Ort

Der Schulstandort existiert dort bereits seit 64 Jahren. Das Fachgymnasium entstand nach der Wende. Schüler wie Lehrer wissen vor allem die familiäre Atmosphäre zu schätzen. Denn nebenan können die Schüler im Wohnheim unterkommen, die sonst weite Fahrtwege haben. Einige leben auch in Wohngemeinschaften oder in eigenen Wohnungen.

Denn: Das Einzugsgebiet ist recht groß. „Viele Schüler kommen aus Ribnitz-Damgarten“, sagt Dörte Schulze. Die Stadt ist immerhin um die 30 Kilometer entfernt. Andere kommen aus Barth und der Region.

Nachdem das Fachgymnasium auch schwierige Zeiten erlebt hat – zwischenzeitlich war sogar von Schließung die Rede – erfreut es sich nun über großen Zulauf. „Wir bekommen in jedem Jahr so viele Bewerbungen. Wir können gar nicht alle aufnehmen“, sagt die Außenstellenleiterin. Das allein spreche schon für die Schule. Sie sei in der Region anerkannt.

Leben mit und um das Fachgymnasium

Auf dem Campus befindet sich zudem eine Sporthalle, die die Schüler auch in ihrer Freizeit nutzen können. „Das organisieren sie sich selbst. Nach Schulschluss geht es für viele in die Halle zum Basketball oder Volleyball“, sagt Dörte Schulze. Der Ausgleich ist wichtig, die Jugendlichen müssen im Schulalltag fleißig sein, um gute Noten zu bekommen.

Dass Außenstellenleiterin Dörte Schulze sehr stolz auf ihre Schüler ist, merkt man ihr an. Im Kunstunterricht hat ihre Klasse Arbeiten zu verschiedenen Stilepochen angefertigt und musste diese anschließend präsentieren. „Sie sind während der Arbeit über sich hinausgewachsen. Das ist einfach toll“, sagt Dörte Schulze.

Auch Schülerin Carolin Kagels, die in diesem Jahr ihr Abitur macht, ist sich sicher: „Ich werde hier auf das Leben vorbereitet. Der Wirtschaftsunterricht hilft mir später sicher bei der Steuererklärung.“

Michaela Krohn

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