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Grimmen Diskussion um Zukunft des Bollwerks
Vorpommern Grimmen Diskussion um Zukunft des Bollwerks
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17:13 16.02.2018
Frei von übelriechenden Krauthaufen – so wünschen sich die Gemeindevertreter den neuen Rastplatz am Bassendorfer Bollwerk. Quelle: Peter Franke
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Bassendorf

Den Deyelsdorfer Gemeindevertretern (Vorpommern-Rügen) stinkt es gewaltig. Wochenlang türmten sich im vergangenen Jahr übelriechende Krauthaufen auf dem Gelände des Wasserwanderrastplatzes in Bassendorf. Das soll sich nicht wiederholen.

Treffen in kleinem Kreis

Bereits im November 2017 sollte in der Gemeindevertretersitzung über die Entkrautungsaktionen mit Vertretern des dafür zuständigen Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) diskutiert werden. Doch Letzteres sagte damals ab und schlug einen Termin in kleinem Kreis vor. Erst jetzt trafen sich Abgesandte der Gemeinde, des Amtes Recknitz-Trebeltal und des Stalu im Tribseeser Rathaus, um über das heiß diskutierte Thema zu reden.

Stinkender Krautschnitt lag wochenlang am Bollwerk

Es geht um den im vorigen Jahr eröffneten Wasserwanderrastplatz am Bassendorfer Bollwerk. Mit moderner Trockentoilette, Spielgerät für Kinder, Unterstand, Informationstafeln sowie einem Bootsanleger. Der Rastplatz ist Bestandteil des 30 Kilometer langen Natur-Erlebnispfades Trebeltal. 240 000 Euro teuer und bezahlt von der Europäischen Union (Leader), den Gemeinden Deyelsdorf und Grammendorf sowie der Stadt Tribsees. Aus dem Wasser geholter Krautschnitt war vom Stalu als stinkender, tonnenschwerer Haufen wochenlang am Bollwerk gelagert worden. Die Nutzung des Wasserwanderrastplatzes werde behindert und die neue Straße kaputt gefahren, hatten die Gemeindevertreter im November befunden. Und: Das Stalu müsse sich um andere Flächen zur Krautung bemühen.

Entkrauten künftig erst am Saison-Ende?

Seitens des Staatlichen Amtes – dessen zuständiger Dezernent am Mittwoch nicht zu einer Aussage gegenüber der OZ bereit war – wolle man sich bemühen, „dass in diesem Jahr vielleicht erst Ende August oder Anfang September gekrautet wird“, berichtet die Deyelsdorfer Bürgermeisterin Sandra Boy über das Ergebnis der Gespräche. Die Urlaubssaison sei dann fast vorbei, der Betrieb am Rastplatz werde nicht mehr so gestört. Das Entkrauten der Trebel müsse sein, weiß Sandra Boy. „Und wir müssen dulden, dass das Kraut in Bassendorf gelagert wird.“ Aber eben möglichst nicht wochenlang, wie 2017 geschehen. Normalerweise liege der abgeschnittene Wasserbewuchs auch nicht so lange, sondern allenfalls eine Woche lang, sei zu erfahren gewesen.

Gemeinde bietet Amt anderes Grundstück im Tausch an

„Es kann aber nicht Aufgabe der Gemeinde sein, eine Krautentnahmestelle vorzuhalten“, ergänzt die Deyelsdorfer Gemeindevertreterin Marita Klatt. Beim Stalu werde überlegt, eine alte Krautentnahmestelle zwischen Langsdorf und Bassendorf, in Höhe Tribsees-Ausbau, wieder zu aktivieren. Eine andere Forderung des Amtes, in der Zeit der Krautentnahme den neu installierten Schwimmsteg vom Bollwerk-Rastplatz zu entfernen, sei am Dienstagabend nicht auf den Tisch gekommen. „So etwas ist logistisch auch nicht vorstellbar“, ist die Gemeindevertreterin sicher. Das Stalu wolle veranlassen, das Bollwerk in seiner Funktion zur Krautentnahme baulich zu untersuchen, informiert Jörg Siekmeier, Stellvertreter der Bürgermeisterin. Teile des Grundstücks seien Landeseigentum. Sollte sich herausstellen, dass der Investitionsbedarf zu groß ist, könne überlegt werden, ob das Einrichten eines neuen Entnahmeplatzes vorteilhafter sei. „Die Gemeinde könnte ein Grundstück 200 Meter südlich im Flächenaustausch anbieten“, erläutert Siekmeier. „Dann könnten beide Seiten vollauf zufrieden sein“, meint Jörg Siekmeier. „Der Anfang ist gemacht“, resümiert Bürgermeisterin Sandra Boy nach der Runde in Tribsees. „Wichtig ist, dass wir im Gespräch sind.“

Franke Peter

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