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Dr. Messerschmidt war prägend

Bartmannshagen Dr. Messerschmidt war prägend

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Krankenhaus genutzt

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Dr. Messerschmidt war prägend

Historische Aufnahme vom Gutshaus in Bartmannshagen. Zu dieser Zeit wurde es bereits als Krankenhaus genutzt.

Quelle: Fotos: Raik Mielke / Sammlung Marder

Bartmannshagen. Die Gutshausserie „Prunk, Zerfall und Wiederaufbau“ beschäftigt sich im zweiten Teil über das Schloss Bartmannshagen mit dem Zeitabschnitt, in dem das Gebäude zum Krankenhaus umfunktioniert wurde.

OZ-Bild

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss als Krankenhaus genutzt

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Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Jahre 1945 auf Befehl der russischen Kommandantur in Grimmen in den Räumlichkeiten des Gutshauses eine Krankenstation eingerichtet. Hier wurden in den Nachkriegsmonaten vor allem Infektionskranke aufgenommen. Am 24. September 1945 fand dann nachweislich die erste Operation im neu gegründeten Krankenhaus Bartmannshagen unter der Leitung von Dr.

Gottschalk statt. Dies war sicher ein erster wichtiger Schritt dahingehend, dass das prunkvolle Gebäude bis heute in seinen Grundbestandteilen als neobarocker Bau erhalten geblieben und nicht wie andere Herrenhäuser der Region zerfallen ist.

Einer der wichtigsten Namen, der mit dem Aufbau des Krankenhauses eng verbunden ist, ist Dr. med. Kurt Messerschmidt. Er gründete die Klinik 1945 unter schwierigsten Bedingungen und leitete sie bis Anfang der 1960er-Jahre. 1956 wurde er sogar mit dem Ehrentitel „Verdienter Arzt des Volkes“ ausgezeichnet.

Zu DDR-Zeiten fand der Krankenhausalltag unter sehr dürftigen Bedingungen und ohne Fahrstuhl statt. So mussten beispielsweise nicht nur die Kohlen zum Heizen, sondern auch die Patienten nach der Operation die Treppen hoch und runter getragen werden.

Nach der deutschen Wiedervereinigung übernahm der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Roten Kreuzes am 1. Juli 1992 die Trägerschaft des Krankenhauses.

Bis 2002 befand sich im denkmalgeschützten Gebäude die Chirurgie des Krankenhauses.

Erst vor zwei Jahren strömten viele Grimmener dann in das Krankenhaus. Grund hierfür war die Neueröffnung des Schlosses nach knapp zweijähriger intensiver Bauphase. Das Gutshaus von Bartmannshagen wurde von Dezember 2012 bis 2014 für 2,8 Millionen Euro renoviert. In der modernen Einrichtung befinden sich seither unter anderem die Krankenhausverwaltung, die Physiotherapie, Fitnessräume, ein Sanitätshaus. Viele kleine und große historische Details, wie beispielsweise Wand- und Deckentäfelungen oder Dielenfußböden und sogar zwei gusseiserne Heizkörper wurden aufgearbeitet.

So ist auch das Schloss neben dem 1996 errichteten Krankenhausneubaus zum einen wieder ein Hingucker und zudem ein wichtiger Bestandteil des moderner Krankenhausgeländes geworden.

Zeittafel und Literatur

1945 auf Befehl der russischen Kommandantur wurde in Grimmen in den Räumlichkeiten des Gutshauses eine Krankenstation eingerichtet.

1956 wurde Dr. Kurt Messerschmidt mit dem Ehrentitel „Verdienter Arzt des Volkes“ ausgezeichnet.

2014 gab es Sanierungsarbeiten . 2,8 Millionen Euro kostete es, um aus dem Gebäude eine moderne Einrichtung zu machen.

Quellen: Wolfgang Marder: „Güter und Dörfer im Kreis Grimmen“ (2008)

• Internet: http://www.gutshaeuser.de/guts_herrenhaeuser/gutshaeuser_b/gutshaus_bartmannshagen Internet: https://www.krankenhaus-grimmen.de/de/unser_krankenhaus/historie Internet: http://www.suederholz.de/gemeinde/historie

Raik Mielke

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