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Grimmen Drei Hoteliers setzen auf Südeuropäer
Vorpommern Grimmen Drei Hoteliers setzen auf Südeuropäer
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03:24 02.09.2013

Die aktuellen Ausbildungsmarktzahlen machen es deutlich: Vorpommern-Rügen gehen die Auszubildenden aus. 744 Lehrstellen sind aktuell noch unbesetzt gemeldet. Allein auf dem Fischland-Darß-Zingst sind es 180, teilt Christian Glaser von der Arbeitsagentur Stralsund mit. Andererseits suchen in der Region der Geschäftsstelle Ribnitz-Damgarten gerade einmal noch 43

Jugendliche nach einer Stelle. Hier gehen die Unternehmen auf dem Fischland mit Unterstützung der Arbeitsagentur neue Wege. In den vergangenen Wochen haben 14 Jugendliche aus Spanien und zwei aus Bulgarien ein Praktikum in drei Hotels absolviert. Jetzt haben die jungen Menschen ihre Ausbildungsverträge unterschrieben. Möglich macht dies das Programm MobiPro-EU, welches jungen Leuten vorwiegend aus Südeuropa eine Ausbildungsperspektive in Deutschland bietet und auf der anderen Seite den Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen sichert. Die Werbung der jungen Leute übernahm die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit. „Viel Überzeugungsarbeit war notwendig“, so Gunther Gerner, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit. „Das deutsche Ausbildungssystem ist in den meisten europäischen Staaten nicht bekannt.“ Auch bei den Arbeitgebern der Region war die erste Reaktion zunächst verhalten. Dennoch konnte der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur drei Unternehmen für die Teilnahme an diesem Projekt gewinnen. Das Strandhotel Fischland in Dierhagen, das Romantikhotel Namenlos in Ahrenshoop und das Dorint Strandhotel in Wustrow können sich so über ihre neuen Azubis freuen. Ganz einfach war auch der Start nicht. Schließlich mussten die künftigen Hotelkräfte erst einmal Deutsch büffeln. „Ein nicht zu vernachlässigendes Problem“, weiß Gunther Gerner. „Schließlich arbeiten die neuen Lehrlinge gerade in der Hotel- und Gaststättenbranche direkt mit den Kunden. Deutschkenntnisse sind daher Pflicht.“ Außerdem finde der Berufsschulunterricht in den regulären Klassen statt.

„Die beteiligten Unternehmen haben hervorragend gearbeitet“, sagt Gunther Gerner. „Vom Transfer vom Flughafen zu den Hotels über die Organisation der Unterkünfte bis zum Ablauf des Praktikums, die jungen Leute sind hier in guten Händen.“ Um den Jugendlichen den Start zu erleichtern, haben die drei Arbeitgeber auch einen günstigen Preis für eine Monatskarte mit der Kraftverkehrsgesellschaft Ribnitz-Damgarten verhandelt.

Timo Richter

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