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Grimmen Cap-Markt übernimmt den Supermarkt
Vorpommern Grimmen Cap-Markt übernimmt den Supermarkt
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14:00 18.01.2019
Am 16. März schließt der Edeka im Grimmener Stadtteil Südwest. Quelle: Carolin Riemer
Grimmen

Nein, es handele sich nicht bloß um ein Gerücht, sagt Gudrun Fitzner (65), seit sieben Jahren Inhaberin des Edeka-Marktes in der Erich-Weinert-Straße: „Der Markt schließt am 16. März und ich gehe in Rente.“ Für viele Grimmener Stammkäufer in Südwest mag diese Botschaft erst einmal ein Schock sein, denn sie müssen nun schon seit mehr als einem Jahr auf den Aldi-Markt verzichten und der Edeka ist somit der einzige Supermarkt in dem Wohngebiet. Aber es ist alles halb so wild.

Zwar zieht sich Gudrun Fitzner aus dem Geschäft zurück, aber es gibt einen Nachfolger. Das Unternehmen „Cap-Märkte“ übernimmt den Laden. Am 1. April beginnen groß angelegte Umbaumaßnahmen, die schätzungsweise zwei Monate andauern werden. „Hier bleibt nichts, wie es jetzt ist“, sagt Gundula Fitzner und blickt sich in ihrem Laden um. Wände und Fußböden werden herausgerissen, sämtliche Regale erneuert und der Markt in einen modernen Einkaufstempel verwandelt. Die Chefin hat die Pläne der Architekten schon gesehen und findet: „Er wird richtig schön.“

Optisch neu, doch das Sortiment bleibt bestehen. Der Cap-Markt bezieht seine Ware genau wie Gundula Fitzner von den Edeka-Lieferanten. Da die Räumlichkeiten sich nach dem Umbau allerdings vergrößern, stehen den Kunden ab dem Frühjahr wesentlich mehr Waren zur Verfügung. „Fleisch- und Käsetheke bleiben erhalten. Die persönliche Bedienung ist unseren Kunden sehr wichtig.“ Auch der Backshop „Stern Back“ aus Kandelin werde umgebaut und zieht genau wie Post und Lotto-Laden nach dem Umbau wieder ins frisch renovierte Gebäude.

Die sieben Angestellten müssen sich zwar neu bewerben, werden jedoch vom neuen Betreiber übernommen. Sie bekommen noch besondere Unterstützung, denn der „Cap-Markt“, der Filialen in ganz Deutschland führt, hat sich auf das Thema Inklusion spezialisiert. In den Märkten besetzen Menschen mit Behinderungen bis zu 50 Prozent der Stellen. Inzwischen gibt es 104 Cap-Märkte in fast jedem Bundesland, in denen rund 1555 Mitarbeiter - davon rund 850 Mitarbeiter mit Behinderung - einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben. Sie werden zielgerichtet an Stellen eingesetzt, die auf ihre Fähigkeiten abgestimmt sind. Für viele von den gehandicapten Mitarbeitern stellen die „Cap-Märkte“ den Lebensmittelpunkt dar.

Auch für die Kunden ist der Edeka wichtig. „Viele erzählten mir, dass sie sich auf die Zeit in der der Markt geschlossen bleibt, mit Vorräten eindecken wollen. Eine Alternative gibt es so dicht vor der Haustür nämlich nicht. Nach wie vor rührt sich an der Aldi-Baustelle nichts, da noch immer keine Baufirma gefunden werden konnte, die den Discounter fertigstellt. Gundula Fitzner blickt auf ein sehr gutes Jahr mit guten Umsätzen zurück. Ihr habe der Aldi eher weniger gefehlt, gibt sie lächelnd zu. Auf ihren Ruhestand freut sie sich sehr. „Ich dachte immer, dass ich so lange arbeiten werde, bis ich umfalle. Aber es wird jetzt Zeit.“ Sie möchte sich von 50 Arbeitsjahren erholen und plant die eine oder andere Reise.

Carolin Riemer

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