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Ehemalige Berufsschule wird Seniorenwohnanlage

Grimmen/Miltzow Ehemalige Berufsschule wird Seniorenwohnanlage

Turnhalle soll künftig von den Judokas des KSV Grimmen genutzt werden

Grimmen/Miltzow. Die ehemalige Berufsschule des Landkreises Vorpommern-Rügen in der Erich-Weinert-Straße 22, zu DDR-Zeiten Erweiterte Oberschule (EOS), soll bald Heimstatt für ältere Bürger werden.

„Wir planen in dem Gebäude 42 Wohnungen für Senioren“, erklärt Herbert Hillebrand von der gleichnamigen Gruppe aus Hennef in Nordrhein-Westfalen. Der Unternehmer, der 2014 die kommunale Miltzower Wohnungsgesellschaft von der Gemeinde Sundhagen übernommen hatte und dort bereits viele Wohnungen sanierte, erwarb das Gebäude vor rund zwei Monaten vom Landkreis. Inzwischen sei es leergeräumt, sagt er. Denn bis vor kurzem lagerten hier noch sämtliche Möbel, die der Landkreis im Zuge der Flüchtlingswelle 2015 angeschafft hatte und nun nicht mehr benötigt.

„Der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum ist in Grimmen hoch“, sagt Hillebrand. „Obwohl wir noch keine Werbung gemacht haben, haben sich schon 18 Interessenten bei uns gemeldet.“ Wann die Bauarbeiten losgehen, könne er noch nicht sagen, erklärt Hillebrand, denn Vorrang hätten derzeit noch andere Aufgaben. So saniert die Hillebrand-Gruppe auch das gegenüber der alten Berufsschule gelegene Ärztehaus. Dies soll Ende 2018 fertiggestellt sein (die OZ berichtete). Ebenfalls laufen noch Arbeiten an der einstigen Kreispoliklinik, dem heutigen kleinen Ärztehaus in der Straße der Solidarität.

Hier wurde gestern der alte Bodenbelag auf dem Hof aufgenommen. Fassade und Außenanlagen zur Straße sind bereits fertiggestellt.

Wie Hillebrand weiter erklärte, habe er auch die neben der Berufsschule am Gebäudekomplex angeschlossener Sporthalle übernommen. „Sie soll auf jeden Fall erhalten bleiben“, sagt er, „weil sie in Grimmen dringend benötigt wird.“

Künftig soll die Halle, die bis vor kurzem noch von mehreren Vereinen genutzt wurde, ausschließlich dem KSV Grimmen für den Judosport zur Verfügung stehen.

Der Verein, der über 100 zumeist jugendliche Mitglieder in seinen Reihen organisiert hat, nutzt die Sportstätte bereits übergangsweise mit sogenanntem Duldungsbescheid, wie Vereinschef Ralf Paeplow erklärte. „Wenn wir die Halle bekommen, dann erfüllt sich für uns ein großer Wunsch“, sagt er. Seit mehreren Jahren bemühe sich der Verein nämlich um ein eigenes Domizil, in dem die Judomatten auch mal liegenbleiben können und nicht permanent weggeräumt werden müssen. Die KSV-Athleten nehmen seit Jahren am Wettkampfbetrieb im Land und darüber hinaus teil. Erst am Wochenende kehrten sie von den Landesmannschafts- und Einzelmeisterschaften in Rostock mit mehreren Titeln und Medaillen heim.

Aber was wird nun aus den anderen Vereinen, die bis vor kurzem hier noch trainierten? „Wir hatten bei Bekanntwerden des Schulverkaufs Sorge, die Vereine in anderen städtischen Einrichtungen unterbringen zu können“, sagt Burkhard Niedermeyer von der Stadt. Er hatte mit Doppelbelegungen in den Schulturnhallen gerechnet, um beispielsweise die Frauensportgruppen unterzubekommen. Das sei aber letztlich nicht notwendig gewesen, da ein Großteil der Teams in die Gymnasiums-Sporthalle des Landkreises ausgewichen sind. „Einige haben wir als Stadt auch noch aufnehmen können“, so Niedermeyer. „Unsere Hallen sind jetzt aber nahezu voll.“

Wie Herbert Hillebrand noch erklärte, wird die Sporthalle in der Weinertstraße demnächst teilsaniert. Toiletten und Duschen werden hier erneuert. Die Sporthalle erhält auch einen separaten Eingang für die Judokas.

Reinhard Amler

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