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Ehemalige Heimkinder trafen sich

Horst Ehemalige Heimkinder trafen sich

Horster organisierte die Reise in die Vergangenheit zum zweiten Mal

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Ehemalige Heimkinder trafen sich am Wochenende in Horst zum zweiten Mal.

Quelle: Roswitha Pendzinsky

Horst. Harry Freiwald hatte ersatzweise über seinem Gartenzaun die Toppen geflaggt. „Das mache ich immer, wenn ich besonders lieben Besuch habe“, erzählt der Horster. Am Wochenende hatte er Gäste, die Erinnerungen an eine gemeinsame Kindheit verbindet. Zwischen Mitte der fünfziger- bis sechziger-Jahre waren sie im Kinderheim „Emil Wrecke“ in Anderbeck bei Halberstadt im Harz. Vierzig Kinder waren im Heim. Gründe, warum die Kinder dort hinkamen, habe es viele gegeben. Vieles hatte politische Hintergründe und sei aufgearbeitet worden. Einschneidend war die Zeit für die jungen Menschen in jedem Fall. „Die Liebesgrüße von der Peitsche habe ich noch heute auf meinem Rücken“, erzählt Dora Hof. „Das hat man das ganze Leben im Hinterkopf“, erzählt die Frau und fügt an: „Wir sind heute dennoch zufrieden und aus uns allen ist etwas geworden.“ Die Suche nach der Schuld für die Heimeinlieferung beschäftigt Wolfgang Blanck ein Leben lang. Dennoch hat der Mann seinen Humor nicht verloren und sich gefreut, seine heimliche Liebe Heidi nach über fünfzig Jahren wieder gefunden zu haben.

Es war das zweite Treffen der ehemaligen Heimkinder. „Harry hat vor zehn Jahren mit der Suche nach uns angefangen“, erzählt Jaro Fedorzak. Fröhlich ist die Stimmung nach einem Ausflug nach Stralsund.

Die Frauen und Männer freuen sich über die Blasmusik der Zarrentiner Feuerwehrblaskapelle. Der Initiator bläst natürlich die Tuba und freut sich schon auf das gemeinsame Frühstück in der Pension in Bremerhagen. „So wie früher, da haben wir ja auch immer zusammen gegessen.“

Von rp

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