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Grimmen Ehrenamtler helfen Menschen mit Demenz
Vorpommern Grimmen Ehrenamtler helfen Menschen mit Demenz
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00:05 06.05.2016

Stralsund. Einmal im Monat treffen sich sieben Frauen und ein Mann im Mehrgenerationenhaus am Katharinenberg und werten ihre Arbeit aus. Die hat es in sich. Denn die Gruppe, die sich da trifft ist der Helferkreis für Menschen die an Demenz erkrankt sind und deren Angehörigen.

„Der Helferkreis ist ein Modellprojekt mit Unterstützung der Alzheimergesellschaft Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Susanne Tessendorf vom Mehrgenerationenhaus. Ziel des Projekts ist es, auf ehrenamtlicher Basis ein niedrigschwelliger Hilfs- und Betreuungsangebot zu unterbreiten, das die Angehörigen dementiell Erkrankter unterstützt. Die Ehrenamtler übernehmen dabei keine Pflege oder Haushaltsarbeiten. Sie gehen mit den Demenzkranken beispielsweise spazieren, ins Cafe, in den Tierpark oder sie begleiten sie zum Treffen mit früheren Kollegen und Freunden. Im Mehrgenerationenhaus, das in Trägerschaft des Kreisdiakonischen Werkes betrieben wird, hat Susanne Tessendorf Erfahrung mit dem Thema. „Wir arbeiten hier seit 2012 mit einer Angehörigengruppe zusammen, die sich regelmäßig trifft und Erfahrungen austauscht“, berichtet sie. Darauf ließ sich aufbauen, als im vergangenen Jahr für das Modellprojekt geworben wurde. „Wir wurden für die Aufgaben entsprechend geschult, haben unter anderem Fachvorträge von Ärzten sowie Experten der Alzheimergesellschaft gehört und Fallbeispiele durchgesprochen“, berichtet Barbara Münch vom Helferkreis. Sie betreut einen demenzkranken Mann, geht mit ihm viel spazieren. Der Vorteil für die Angehörigen: Sie gewinnen etwas Zeit für sich - Zur Erholung oder um Behördengänge zu erledigen.

Fünf Betroffene und ihren Familien unterstützt der Helferkreis aktuell mit seinem Engagement, im Durchschnitt einmal wöchentlich. „Was unsere Kapazitäten betrifft, können wir durchaus mehr Leuten helfen, haben wir noch Reserven“, sagt Christine Wachtlin. Seit November 2015 koordiniert sie die Aktivitäten und Kontakte zwischen den Verwandten demenzkranker Menschen und Helfern, die pflegende Angehörige unterstützen.

Christine Wachtlin und ihre Mitstreiter freuen sich, wenn sich ihr Hilfsangebot weiter herumspricht. Sie weiß: „Für die Betroffenen wird der bürokratische Aufwand so gering wie möglich gehalten. „

Das fängt bei der Kontaktaufnahme zu den Pflegekassen an, reicht über das Ausfüllen von Formularen bis hin zur Abrechnung. Jörg Mattern Kontakt: Susanne Tessendorf, Mehrgenerationenhaus, ☎ 03831/383439

OZ

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