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Ein Himmel für den Klevenower Engel

Klevenow Ein Himmel für den Klevenower Engel

Ein Teil der hölzernenen Tonnendecke der Kapelle wird restauriert

Klevenow. Noch schwebt der Engel in einer grauen Einheitssuppe. Doch schon bald erhält das Himmelswesen seinen blauen Himmel mit den weiß-rosa Wölkchen zurück. Die Hilfe für den Boten Gottes kommt von irdischer Seite in Gestalt Georg von Knorres. Der Rostocker ist nämlich mit der Restaurierung der hölzernen Tonnendecke der Kapelle Klevenow betraut.

In den nächsten Wochen wird der Rostocker Spezialist für Gemälde-, Skulpturen- und Gebäuderestaurierung die ursprüngliche barocke Ausmalung in der kleinen Kirche in Klevenow wieder herstellen.

„Zunächst werden wir die graue Übermalung und die Schmutzschicht auf der Malerei entfernen“, erklärt Georg von Knorre. Eventuell müsse er auch einige Rekonstruktionen vornehmen, bevor er die Deckenausmalung des Westgiebels komplett konserviert.

„Ich freue mich sehr, dass wir nun mit der Deckenrestaurierung starten können“, sagt Pastor Wolfgang Schmidt. Vor einiger Zeit erfuhr die kleine Kirche eine Grundsanierung. Nun soll auch die ursprüngliche Barockausmalung des hölzernen Tonnengewölbes der Kapelle wieder hergestellt werden.

Es war im September des Jahres 1927, als den Klevenower Engeln der Himmel genommen wurde. An der Rückseite des Altars befindet sich noch heute diese Datierung mit dem Vermerk „Renoviert.

Malerarbeiten Reinhold Burand, Malermeister Medrow“. Über die Gründe, weshalb im Zuge dieser Restaurierung die hölzerne Tonnendecke – mit Aussparung der Engel – mit grauer Farbe übertüncht wurde, lässt sich heute nur spekulieren. „Vielleicht war die Decke verschmutzt und man hat sie deshalb einfach übermalt. Vielleicht liegt auch ein stilistischer Grund vor. Möglicherweise galt die ursprüngliche Bemalung in den 1930-er Jahren auch nicht mehr als zeitgemäß“, sinniert Georg von Knorre.

Egal, was der Grund gewesen sein mag – lang gehalten hat die graue Farbe nicht. Am gesamten Tonnengewölbe blättert sie großflächig ab. Ein Umstand, über den von Knorre nicht böse ist. „Besser, als wenn es festhaftende Farben wären. So aber reduziert sich dadurch meine Arbeit“, sagt der Rostocker. Wann die Restaurierung des Westgiebels abgeschlossen sein wird, kann er so genau nicht sagen. Ein Teil seiner Arbeiten sei unter anderen von der Luftwärme abhängig. „Wenn ich Retuschen vornehmen muss, benötige ich wärmere Temperaturen“, sagt er. Doch auch wenn es jetzt jahreszeitbedingt immer kühler wird, hofft er dennoch, das Gros der Arbeiten noch in diesem Jahr abschließen zu können.

Claudia Noatnick

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