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Grimmen Ein Jahr ohne Sommer
Vorpommern Grimmen Ein Jahr ohne Sommer
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00:05 17.07.2017

Im Pommerschen Landesmuseum ist der Himmel nach dem größten Vulkanausbruch in der jüngeren Geschichte zu sehen. Davon geht der in York und Saarbrücken lehrende Professor Wolfgang Behringer aus.

Gemeint ist das Bild „Neubrandenburg im Morgennebel“, das Caspar David Friedrich 1816 malte. Auch Bilder des Greifswalder Hafens und „Ansicht eines Hafens“ aus dieser Zeit seien Beispiele dafür, wie der Künstler 1816 – das „Jahr ohne Sommer“ – auf Werken umsetzte. Auch andere große Künstler wie der Engländer William Turner hätten diesen Himmel mit seinen besonderen Farben dargestellt.

Behringer sprach im Rahmen der von den Professoren Martin Meschede und Christian von Savigny initiierten Reihe „Vulkanismus – Ursachen, Prozesse, Folgen“ im Krupp-Kolleg.

Die phantastischen Farben des Himmels über Pommern waren nicht die einzigen weltweiten Folgen des gigantischen Ausbruchs des Vulkans Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa 1815. In Europa beispielsweise sank die Temperatur drastisch, Gletscher wuchsen, es kam zu Missernten. Behringer hat die Folgen des Vulkanausbruchs untersucht und spricht von einer Tambora-Krise, die die Welt verändert habe. China und Indien meisterten die Krise im Gegensatz zu Europa nicht. Russland profitierte. Menschen wanderten aus, es gab Massenverarmung, Judenverfolgung und Mangelernährung, die die großen Choleraepidemien begünstigten. Behringer misst dem Vulkanausbruch eine geradezu weltumstürzende Bedeutung zu.

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