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Grimmen Ein Wochenende lang den Ernstfall geübt
Vorpommern Grimmen Ein Wochenende lang den Ernstfall geübt
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00:00 13.08.2018
Eines der Übungsszenarien: Ein Verkehrunfall mit Feuer und zwei verletzten Personen. FOTOS (4): RAIK MIELKE
Grimmen

Ein Ödlandbrand, ein schwerer Verkehrsunfall und dann noch Personenrettungen aus den verschiedensten Gefahrensituationen – von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr der Stadt Grimmen und aus Steinhagen sowie der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes wurde bei den Übungen am Wochenende vieles abverlangt.

Jugendfeuerwehrleute aus Grimmen und Steinhagen und Rettungschwimmer campen im Naturbad

Zahlen und Fakten

45 junge Retter der Freiwilligen Feuerwehren aus Grimmen und Steinhagen, sowie Rettungsschwimmer der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes übten am Wochenende gemeinsam den Ernstfall.

„Wir haben dieses Zeltlager ins Leben gerufen, damit wir uns auch mal außerhalb der normalen, wöchentlich stattfindenden Trainingseinheiten treffen, viel Spaß haben und vor allem auch spannende und komplexe Übungen durchführen können“, erklärt Andreas Alms, Jugendwart bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Grimmen. „In diesem Jahr haben wir die Jugendfeuerwehr aus Steinhagen mit ins Boot geholt, so dass wir das Wochenende im Naturbad mit 45 Nachwuchsrettern verbracht haben“, sagt Maik Arlt von der Grimmener Feuerwehr.

Die Nachwuchsretter hatten am Freitag ihre Zelte auf dem weitläufigen Gelände des Naturbades aufgeschlagen. Voller Spannung und Vorfreude fieberten die jungen Leute so dem Samstag entgegen. Denn dann sollten die verschiedensten Übungen stattfinden. Und diese hatten es in sich. „Auf dem Gelände gab es einen Autounfall. Ein Fahrradfahrer war zwischen Auto und Baum eingeklemmt“, beschreibt Mario Goß, leitender Rettungsschwimmer der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes die Lage und betont: „Wir haben bewusst auch unsere jungen Mitglieder der Wasserwacht zum Zeltlager eingeladen. Wir retten Leben auf unterschiedlichen Ebenen, aber mit der gleichen Herangehensweise. Dies wollten wir den jungen Rettern zeigen.“ So konnten die angehenden Brandbekämpfer den Rettungsschwimmern zeigen, mit welchen technischen Hilfsmitteln man Personen aus einer solchen Situation befreien kann. Bei der Erstversorgung lernten die Nachwuchsfeuerwehrleute dann einiges von den Rettungsschwimmern.

Die Übungen wurden im Anschluss ausgewertet. „Man merkt schon, dass der Stressfaktor, das Erlernte unter Zeitdruck richtig umzusetzen, eine wichtige Erfahrung für die jungen Retter war“, fand Andreas Alms. „Sowohl die Feuerwehrleute, als auch wir als Rettungsschwimmer haben Spaß und Freude daran, anderen Menschen zu helfen. Es war unglaublich spannend, auch mal etwas von anderen Rettern zu lernen und ihnen zugleich etwas zu zeigen“, findet Maik Arlt. „Das Wochenende war ein Erfolg. Die Jugendlichen hatten nicht nur jede Menge Spaß, sondern haben auch viel gelernt. Wir haben besprochen, dies weiter zu einer Tradition werden zu lassen und auch in den nächsten Sommerferien zum Zeltlager einzuladen“, sagt Mario Goß.

Raik Mielke

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