Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Ein Wochenende wie im Wilden Westen
Vorpommern Grimmen Ein Wochenende wie im Wilden Westen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 13.06.2017
Auch beim 20. Westernschießen gab es ein gemeinsames Erinnerungsfoto. Die Cowboys und Cowgirls hatten ihren Spaß. FOTOS (2): RAIK MIELKE
Grimmen

Wie im Wilden Westen ging es am vergangenen Wochenende auf dem Grimmener Schießplatz zu. Der Polizeischützenverein (PSV) hatte zur bereits 20. Auflage des Westernschießens geladen. Zur „Baltic Sea Jamboree“ waren 30 Cowboys und Cowgirls in die Trebelstadt gereist, um ein Wochenende ganz im Stil des 19. Jahrhunderts zu verbringen.

Sportliches Schießen und Leben wie zu Cowboy- und Cowgirl-Zeiten

Mit Cowboyhüten, Stiefeln und jeder Menge anderer western-typischer Details ausgestattet, gingen die Schützen in vier Klassen an den Start. Neben den traditionellen 1870-er,1880-er und 1890-er Klassen wurde in der 97/11-Klasse geschossen. „Jede Klasse hat ihre speziellen Eigenschaften, die durch die damalige Zeit geprägt sind“, weiß Jan Tippelt vom Polizeischützenverein zu berichten. Die neuere 97/11-Klasse ist hingegen eine Disziplin, die erst seit einigen Jahren in Deutschland geschossen wird. Hierbei greifen die Schützen rein geschichtlich die Zeit der mexikanischen Revolution (1910 bis 1920) und die erfolglose Jagd amerikanischer Truppen unter General Pershing nach dem Revolutionär Pancho Villa auf. Anders als bei den noch gestopften Revolvern der 1870-er Klasse, den Schwarzpulverpatronen der 1880-er Jahre oder den Nitropulverpatronen aus den 1890-er Jahren setzen die Schützen der 97/11-Klasse auf die bekannteste halbautomatische Pistole jener Zeit, den Colt Gouvernement 1911 und auf die Repetierflinte Winchester M 1897.

In den vier Klassen ließen es die Cowboys und -girls am Wochenende so richtig krachen und kämpften um möglichst fehlerfreie Durchgänge auf den Stationen und die Bestzeit im Parcours.

Wer jetzt aber glaubt, dass es beim Westernschießen lediglich um die Verwendung historischer Waffen geht, irrt gewaltig. „Jeder Westernschütze muss sich mit der Zeit, in der seine Waffen verwendet wurden, genau auseinandersetzen und sich neben Kenntnissen über die Verhaltensweisen und Lebensstile der amerikanischen Vorgänger auch bei der Kleiderwahl so identisch wie möglich an der Mode des 19. Jahrhunderts orientieren”, erklärt Jan Tippelt vom Grimmener PSV.

Raik Mielke

Mehr zum Thema

Morgen wird das Barther Schützensilber erstmals ausgestellt / Älteste Plakette von 1793

08.06.2017

Regina Wendt arbeitet seit 25 Jahren im Unternehmen der Familie Bley in Wohlenberg

08.06.2017
Panorama Sondergesetz beschlossen - Japans Kaiser Akihito darf abdanken

Nach rund 30 Jahren auf dem Chrysanthementhron darf Japans beliebter Kaiser Akihito abdanken. Die Politiker erlauben das aber nur ihm. Dabei geht der ältesten Erbmonarchie der Welt der Nachwuchs aus.

09.06.2017

Ulrike Böttcher führt einen landwirtschaft- lichen Betrieb auf Rügen. Über 20 Jahre lang hat sie ihre Futterwiesen ausschließlich ohne Dünger und Unkrautvernichter bewirtschaftet. Dies habe den Kühen geschadet, sagt sie.

13.06.2017

Letzte Vorbereitungen fürs Parkfest sind im Gange/ Erste Straßen bereits gesperrt

13.06.2017

Die Sellinerin konnte sich erfolgreich wehren / Kurdirektor vom erneuten Angriff geschockt / Ermittlungen im April-Fall noch ohne Ergebnis

13.06.2017