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Grimmen Ein wenig auch die Welt verbessern ...

Renate Messal und Renate Nowinski engagieren sich mit anderen Ehrenamtlern im Kursana-Domizil

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Die Königin von Dänemark im Kursana-Domizil – alles nur Theater. Ehrenamtler wie Renate Messal und Renate Nowinski studieren regelmäßig kleine Theaterstücke mit Mitarbeiterinnen der Einrichtung ein und führen sie vor den Senioren auf.

Grimmen. „Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei.“ Diese Worte von Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach zitiert Renate Nowinski, als sie danach gefragt wird, warum sie jetzt als Rentnerin regelmäßig ehrenamtlich im Grimmener Seniorenheim Kursana-Domizil aktiv ist.

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Renate Messal und Renate Nowinski engagieren sich mit anderen Ehrenamtlern im Kursana-Domizil

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Renate Nowinski ist eine von etwa zehn Ehrenamtlern im Seniorenheim und war ebenso wie Renate Messal beruflich zunächst im medizinischen Bereich unterwegs, später dann Sonderpädagogin. „Es gibt Menschen, die viel und eigentlich immer helfen wollen. Und dazu gehören wir“, sagen die beiden.

Ihre eigene Kindheit sei von der Nachkriegzeit, vom Ankommen als Flüchtlingskind in Greifswald geprägt gewesen, erzählt die ehemalige Lehrerin. Vielleicht hänge der Drang zu helfen bei ihr auch damit zusammen. „Ich habe selbst erlebt, wie es ist, wenn Menschen da sind und etwas für andere tun – oder eben auch nicht“, erinnert sich Renate Nowinski. Sie habe sich immer für alles interessiert, singt im Chor, hat gemalt... Und ein wenig wollte sie bei all dem die Welt besser machen.

Renate Messal macht nicht viele Worte um ihre Geschichte als Ehrenamtlerin. Als ehemalige Krankenschwester wollte sie eben helfen, sagt sie. Beide sind durch ihre Mütter, die im Grimmener Domizil betreut wurden, zu dieser Einrichtung gekommen. Und deshalb waren sie regelmäßig dort, haben spotan mal geholfen. „Ich bin eine Ur-Grimmenerin, habe immer hier gelebt“, erzählt Renate Messal aus ihrer Vergangenheit. Vor der Krankenschwesterausbildung habe sie eine Wirtschaftslehre abgeschlossen. Und dann immer mit Menschen gearbeitet, das brauche sie auch heute noch. Nachdem sie von einer Heimmitarbeiterin angesprochen worden sei, ob sie sich dort engagieren wolle, sei ihre einzige Bedingung gewesen: „Ich möchte die Freiheit haben, zu entscheiden, wann ich helfen möchte. Und kein Geld dafür!“

Und so ist es geblieben. „Wir werden gefragt, wenn wir gebraucht werden, könne eigene Ideen einbringen und uns auch wieder zurückziehen. Wir ergänzen das Angebot“, sagen beide und betonen, dass sie sehr gut mit dem Personal zurechtkommen würden.

Die Anfänge liegen ungefähr sechs Jahre zurück. „Seitdem sind wir im Kursana und für die Senioren oft gemeinsam unterwegs“, sagt Renate Nowinski. „Wir helfen bei Veranstaltungen, holen dann die Bewohner in den Saal, bedienen sie“, erzählt Renate Messal. In kleinen Gruppen werde gesungen oder gespielt und es gebe Märchennachmittage. Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlern studieren sie in jedem Jahr ein kleines Theaterstück ein, das sie den Senioren zeigen.

Schön seien auch die Ausflüge in den Tierpark, sagt Renate Nowinski. Aber sie selbst könne mittlerweile die alten Leute kaum noch im Rollstuhl schieben. Wege und Straße dorthin seien an vielen Stellen zu schlecht, bedauert sie. Schließlich sei sie Jahrgang 1942, verteidigt sie diese Entscheidung. „Da muss ich passen.“

In den Pflegeeinrichtungen gebe es seit einiger Zeit den Sozialdienst. Damit sei eine sehr gute Betreuung der Senioren gesichert, sind die beiden Ehrenamtlerinnen überzeugt. Den Bewohnern würden zahlreiche Angebote unterbreitet, sie hätten mit Kreativem wie Handarbeiten, mit Singen oder Sport viel Abwechslung. „Aber wir werden trotzdem noch gebraucht“, betonen Renate Nowinski und Renate Messal. Auch, weil sie als Rentner schnell einspringen können.

Es sei aber nicht nur ein Geben, betont die ehemalige Krankenschwester. „Wir bekommen so viel Wärme zurück“, sagt sie. Die Heimbewohner würden sich auf sie freuen und seien sehr dankbar, das spüre sie immer wieder. „Und man lernt, demütig zu sein, im Umgang mit dem Alter“, ergänzt Renate Nowinski.

Almut Jaekel

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