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Grimmen Eine Geschichtsreise mit vielen Emotionen
Vorpommern Grimmen Eine Geschichtsreise mit vielen Emotionen
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00:01 29.07.2016
Das Eingangstor des Konzentrationslagers in Auschwitz. Auch dieses schauten sich die Grimmener Gymnasiasten an. Fotos (2): Susanne Fandrich

Unter dem Motto „Für die Zukunft zurück in die Vergangenheit“ reisten 60 Gymnasiasten für ein einwöchiges Seminar nach Auschwitz.

Grimmener Gymnasiasten besuchen das Konzentrationslager in Auschwitz

Ich war aber überrascht, wie der Ort auf einen gewirkt hat.“ Lisa Martens (16), Schülerin Gymnasium

„Wir haben in diesem Jahr viel über den Zweiten Weltkrieg und damit verbunden auch die furchtbare Geschichte der Konzentrationslager erfahren“, erklärte Schülerin Lisa Martens. Fünf Tage lang hatten die Gymnasiasten nun Gelegenheit, diesen historischen Ort aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu erkunden und sich intensiv mit dem Schreckenskapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen.

„Meine Erwartungen wurden total erfüllt. Ich war aber überrascht, wie der Ort auf einen gewirkt hat und das man sich nicht komplett geöffnet hat“, gibt Lisa Martens zu.

„Wir wurden sehr umfangreich informiert. Jedoch waren es zum Teil zu viele Informationen, die man auf einmal gar nicht verarbeiten konnte“, fand Eileen Morbach.

„Besonders beeindruckt hat uns die Lage des Konzentrationslagers. Es befindet sich nicht irgendwo abgelegen, sondern direkt in der Stadt. Wirklich krass, wenn man sich überlegt, dass die Verbrechen damals in unmittelbarer Nähe zur Bevölkerung stattfanden“, beschreibt Angelina Gauer.

Vor Ort nahmen die Grimmener Schüler an zahlreichen Workshops teil. So ging es unter anderem um den Slogan „Arbeit macht frei“, die Belegschaft des Konzentrationslagers, die jüdischen Opfer und die SS-Täterinnen und Täter. „Es gab auch Reflexionen, so dass die Schüler sich sofort über das Erlebte austauschen konnte“, erklärt Schulsozialarbeiterin Susanne Fandrich, welche die Projektwoche begleitete.

Diese sehr kostenintensiven Workshops wurden den Grimmener Schülern zu einem sehr geringen Preis ermöglicht. „Dadurch, dass die Fahrt sowohl durch die Bethe-Stiftung, als auch durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur intensiv gefördert wurde, haben unsere Schüler nur 60 Euro bezahlt“, erklärt Susanne Fandrich und ist sich nach den gesammelten Eindrücken sicher, dass diese Reise zu einer Tradition wird.

„Ich finde es wichtig, dass Grimmener Schüler an diesen Ort reisen. Es waren sehr viele internationale Gäste dort“, erzählt Madeleine Becker.

rm

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