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Grimmen Eine Nacht auf der mittelalterlichen Burg
Vorpommern Grimmen Eine Nacht auf der mittelalterlichen Burg
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00:00 24.10.2016
An der mittelalterlichen Tafel gab es Köstlichkeiten. Und da im Mittelalter Besteck verpönt war, griffen die Knirpse mit den Händen zu.

Wenn die Kindertagesstätte „Hermann Gmeiner“ zum Übernachtungsfest einlädt, verwandelt sich die gesamte Einrichtung in eine traumhafte Märchenlandschaft. „Heute sind wir im Mittelalter und ich erwarte in Kürze 41 Ritter, Prinzessinnen und Zauberer“, betonte Königin und Kita-Leiterin Katharina Lucht. Traditionell rutschten die ersten Übernachtungsgäste dann auch mit ihren tollen Verkleidungen in die geschmückten und vom Kerzenschein erhellten Kita-Räume. „Ich bin eine Prinzessin und muss heute gar nicht früh ins Bett“, stellte die vierjährige Jemina Schmitt gleich mal klar, was ihr am Wichtigsten war. Eher gefährlich kamen derweilen Sandro Möller (6) und Fabian Niklaus (5) daher. „Wir sind Ritter“, verriet Sandro und erklärte: „Ich habe mich schon ganz lange´ auf heute gefreut. Mir machen immer ganz coole Spiele und alle meine Kumpels sind da.“

Seit 13 Jahren gibt es in der Kindertagesstätte „Hermann Gmeiner“ die Motto-Übernachtungsfeten

Doch bevor ein unglaublich abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm mit Minnesang und Minnetanz, ein Gang durch die Kammer des Schreckens, schweißtreibende Ritterspiele und eine magische Gute-Nacht-Geschichte auf die Knirpse warteten, ging es für alle an die große mittelalterliche Tafel. „Wir haben auch in diesem Jahr keine Kosten und Mühen gescheut und ein luxuriöses Abendmahl zubereitet“, erklärte Königin Katharina Lucht und ließ von ihren Bediensteten die Köstlichkeiten auftischen. So ließen sich die verkleideten Jungen und Mädchen „Lanzenspitzen mit Kanonenkugeln“

(Kroketten mit Chicken Nuggets) und Monstergut der letzten Jagd (Gemüse) schmecken. Und weil im Mittelalter Besteck ziemlich verpönt war, griffen die meisten mit der Hand zu und ließen sich das Abendmahl schmecken.

„Das war lecker. Ich habe ganz viel gegessen und getrunken“, war Fabian Niklaus zufrieden.

Ein paar Meter weiter hatten es sich die beiden Prinzessinnen Alina Weihrauch (6) und Johanna Scheitor (5) bequem gemacht. Bestaunt wurden sie vor allem wegen ihres voluminösen Kopfschmuckes. „Meine Mutti und ich haben das zusammengebastelt und sogar Glitzer drauf gemacht“, war Alina ganz stolz. „Mein Hut ist eine umgedrehte Schultüte“ sagte Johanna lachend.

Mit dieser guten Laune teilten sich die 41 Kinder anschließend in vier Ritterclans auf. „Jeder Clan hatte sein eigenes Wappen und nur an der Rittertafel kommen immer alle wieder zusammen“, beschrieb Katharina Lucht und erklärte, dass die Vorbereitung des Übernachtungsfestes jedes Jahr aufs Neue eine Vorbereitungszeit von rund einem Monat in Anspruch nimmt. „Alle Erzieher sind aber immer wieder total kreativ und freuen sich auf die märchenhaften Nächte in unserer Kita“, freute sie sich.

Raik Mielke

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