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Grimmen „Einfach nur schlimm für Grimmen“
Vorpommern Grimmen „Einfach nur schlimm für Grimmen“
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00:05 19.05.2016

Grimmen Zum Artikel „In Grimmen fehlen sieben Hausärzte“ vom Mittwoch gibt es eine rege Diskussion auf unserer lokalen Facebook-Seite. Manuela Manu Westphal fragt beispielsweise, ob es in Grimmen überhaupt noch einen Hausarzt gibt, der Patienten aufnimmt. Andys Maus antwortet, dass nur noch Dr. Giers neue Patienten aufnehme. „Es ist äußerst schwierig, weil alle Praxen völlig überlastet sind. Einige Ärzte werden in den nächsten Jahren auch das Rentenalter erreichen“, sagt Christiane Latendorf und weiß, dass schon jetzt viele ältere Menschen Angst haben, haben jetzt schon Angst, dass ihr langjähriger Arzt des Vertrauens geht und anschließend niemand für sie da ist.

Auch Melanie Wiese findet es „einfach nur schlimm für Grimmen“. Es muss wirklich etwas geschehen, fordert sie, da viele Menschen nicht wissen, wohin sie gehen sollen, wenn sie krank werden. „Und das geht nicht so!“, macht sie deutlich. Jens Kokocinski fragt sich, „was das noch werden soll“. Es fehlten nicht nur Allgemeinmediziner sondern auch Spezialisten. „Alle fehlen und bei Fachärzten bekommt man Termine erst im halben Jahr. Ich möchte nicht wissen, wer schon nach Rostock und weiter fährt. Und was wird mit unseren Älteren?“, fragt er.

Ronny Spietz kann diesen Trend nur bestätigen. Auf den Dörfern sei es noch schlimmer. „Grammendorf zugemacht, Kandelin zugemacht. Frau Dr. Röpke in Glewitz hat viele übernommen.

Aber was passiert wenn sie mal nicht mehr ist?“, schreibt er.

Der undankbare Part, Patienten abzuweisen, bleibe oftmals an den Schwestern hängen. „Für uns als Schwestern ist es sehr schwer, dies Patienten begreiflich zu machen“, schreibt Christine Reich. Sie wisse allerdings auch, dass die Ärzte überlastet seien. „Uns tut es leid, gerade für die älteren Patienten, aber es geht wirklich nicht mehr.“ Bestätigung kommt von Katrin Skopp: „Das ist wohl wahr. Geht uns Schwestern in Tribsees genauso.“

OZ

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