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Grimmen Einkaufszentrum KAW-Hallen wird Ende März fertig
Vorpommern Grimmen Einkaufszentrum KAW-Hallen wird Ende März fertig
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00:01 24.11.2016

. Ende März 2017 sollen die Bauarbeiten für das Einkaufszentrum auf dem Gelände der KAW-Hallen am Bahnhof beendet sein. Das kündigte Investor Jürgen Sallier am Dienstagabend auf der Sitzung des Bauausschusses der Bürgerschaft an. Im zweiten Quartal könnten die Bürger einkaufen und die 250 neuen und frei zugänglichen Parkplätze nutzen.

Sallier möchte aber Abweichungen vom durch die Bürgerschaft abgesegneten Bebauungsplan. Der Investor hat sich von einem Geschäftes für Matratzen und Gardinen und einer Apotheke verabschiedet.

Stattdessen will er nun eine Filiale von „Depot“ in dem Haus ansiedeln, in das sich die Drogeriekette dm einmietet.

Es wäre das erste Geschäft des Marktführer für Wohnaccessoires, erläuterte Salliers Mitarbeiter Jan Richter. Ob „Depot“ kommen darf, entscheidet das Stadtparlament. Denn nur die Bürgerschaft kann den B-Plan ändern. Er ist das Ergebnis einer längeren Diskussion, an deren Ende ein Kompromiss stand. Eine Bürgerinitiative bracht sich ebenso ein wie die Innenstadthändler. Sie wollen eine Schwächung des Zentrums verhindern. Insgesamt darf der Investor 6080 Quadratmeter Verkaufsfläche schaffen.

„Wir sind gegen eine Veränderung des Bebauungsplans“, sagte der auf der Sitzung anwesende Herrenmodehändler Jens Krafczyk Das Votum auf einer Mitgliederversammlung des Innenstadtvereins (VGI) sei eindeutig gewesen. Es gebe andere Investoren, die Planungssicherheit bräuchten, hielt er dagegen. Der VGI-Vorsitzende, der Modehändler Frank Embach, der die Kompetenz für Vorpommern im Ausschuss vertritt, widersprach.

„Das ist die private Meinung von Herrn Krafczyk“, sagte er. Der Vorstand des VGI müsse sich erst positionieren. Im Dezember wird Sallier Gast einer Versammlung des Innenstadtvereins sein. Auch Jörn Kasbohm (Linke) mahnte, vor einer Entscheidung intensiv über eine mögliche Ansiedlung von „Depot“ zu reden. Seitens der Fraktion Grüne/Forum 17.4 machte Ulrich Bittner deutlich, dass man der B-Plan-Änderung nur zustimme, wenn VGI und Bürgerinitiative „Ja“ sagen.

Der zweite Änderungsantrag betrifft das „Haus C“, in das auch der Elektroclub „Rosa-WG“ einziehen soll. Hier möchte Sallier nun den Tierfutterhändler „Fressnapf“ ansiedeln. Das verbietet der B-Plan derzeit.

Hintergrund: Damit wollte die Bürgerschaft die Tier- und Tierfutterhandlung im Schönwalde- Center schützen, die es inzwischen nicht mehr gibt. Stattdessen eröffnete das „Futterhaus“ im früheren Penny an der Anklamer Straße eine Filiale. Hier gibt es kein Ansiedlungsverbot, weil es keinen B-Plan gibt.

Unklar ist auch noch die Zukunft der Rosa-WG. Ihr Schicksal hängt wohl nun von einem Lärmschutzgutachten ab, das für den jetzt vorgesehenen Standort erarbeitet werden soll. Sonst bleibe alles wie angekündigt, berichtete Sallier. Die denkmalgeschützte Halle hat Edeka gemietet und vermietet einen Teil an Aldi weiter. Ferner ist eine Passage zwischen Bahnhof und Haupteingang mit sechs kleinen Geschäften wie einem Bäcker, einem Tabak/Zeitschriftenladen und einem Friseur geplant.

Eckhard Oberdörfer

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