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Grimmen Elke Witt macht kranke Tiere gesund
Vorpommern Grimmen Elke Witt macht kranke Tiere gesund
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00:40 11.06.2016
Sind die nicht süß? Diese fünf Zwergdackel holten sich jetzt ihre erste Welpenimpfung in der Kandeliner Tierarztpraxis von Elke Witt ab. Sie kommen aus Bretwisch und gehören Martina Kuß-Boven. Zwei der fünf Hunde sind bereits bestellt, drei Welpen aber noch zu haben. Quelle: Reinhard Amler

Fünf Zwergdackel holten sich jetzt ihre erste Welpenimpfung in der Kandeliner Tierarztpraxis von Elke Witt ab. Sie kommen aus Bretwisch und gehören Martina Kuß-Boven. „Dies sind so die niedlichen Momente in meinem Job, die ich sehr genieße“, gibt Tierärztin Elke Witt zu.

„Ich bilde mich sehr gerne weiter und versuche, immer wieder etwas neues über meine verschiedenen tierischen Patienten zu lernen.“Elke Witt, Tierärztin in Kandelin

In einem Hinterzimmer der Tierarztpraxis sitzt ihr Mann Rüdiger und schreibt Akten. 1990 hat er in Kandelin mit einer tierärztlichen Gemeinschaftspraxis begonnen. „Damals ging es vor allem um die Versorgung der vielen Kühe in Kandelin und den umliegenden Dörfern“, erklärt Rüdiger Witt. Die sich immer dramatischer entwickelnden Milchpreise machen sich auch beim Tierarzt inzwischen stark bemerkbar. „Die Betriebe gehen doch alle kaputt, und was einmal verschwunden ist, kommt auch nicht mehr wieder“, ist er sich sicher.

Über zu wenige Kunden kann Elke Witt nicht beklagen. Sie kümmert sich um die kleinen Tiere. „Natürlich hat man in erster Linie mit Hund und Katz’ zu tun“, erklärt sie. Aber auch eher seltener gehaltene Haustiere schauen mit ihren Besitzern zur Behandlung in der Praxis vorbei. „Also in letzter Zeit werden es immer mehr Ratten“, sagt sie und muss lachen. „Auch um diese Tierchen kümmert man sich natürlich – auch wenn es etwas gewöhnungsbedürftig ist“, gibt die sympathische Frau aus Kandelin zu.

Aber richtig fasziniert ist Elke Witt von ihrem Beruf, wenn es um das Erstellen einer Diagnose und die anschließenden Behandlungsmethoden geht. „Ein Mensch sagt mir, es tut hier oder da weh und die Behandlung kann beginnen. Bei einem Tier sieht es meistens anders aus“, erklärt sie. „Aber genau aus diesem Grund bin ich immer noch so heiß auf diesen Beruf“, betont sie und sagt: „Wenn ein anderer Tierarzt nicht weiter wusste und man findet dann doch noch eine Lösung und kann dem Tier helfen – etwas Schöneres gibt es gar nicht.“ Aber auch Momente, in denen man einem Tier dann nicht mehr helfen kann, gehören zum Alltag. „Ich akzeptiere dies nur sehr ungern, aber im Endeffekt geht es dann auch darum, dass sich das Tier nicht quälen muss“, so Elke Witt. Weil der Beruf so facettenreich ist, müssen Tierärzte jedes Jahr 20 Weiterbildungsstunden absolvieren. „Ich bilde mich sehr gerne weiter und versuche, immer wieder etwas neues über meine verschiedenen tierischen Patienten zu lernen. Man lernt eben nie aus. Trotzdem muss man sich als Tierarzt auch spezialisieren. Daher ist es für mich auch selbstverständlich, Patienten zu überweisen, wenn ich der Meinung bin, ein Kollege kann dem Tier besser helfen“, sagt sie. Die Patienten kommen vor allem aus Grimmen, Loitz und Greifswald.

Raik Mielke

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