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Grimmen „Endlich haben wir einen Fahrstuhl“
Vorpommern Grimmen „Endlich haben wir einen Fahrstuhl“
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20:47 14.06.2018
Groß Lehmhagen

Am 23. Juni steigt auf dem Gelände des Psychiatrischen Pflegewohnheims das traditionelle Parkfest. Es ist die größte öffentliche Veranstaltung, die vom Team der Einrichtung jedes Jahr organisiert wird. Die OZ sprach mit Pflegedienstleiterin Andrea Telke, was sich in den zurückliegenden zwölf Monaten getan hat und was die Besucher des Parkfestes erwartet.

Pflegedienstleiterin Andrea Telke sprach im OZ-Interview über Neuerungen im zurückliegenden Jahr.

Was gibt es Neues für Besucher zu entdecken, die regelmäßig zum Parkfest kommen?

Andrea Telke: Mehr Komfort. Unser Fahrstuhl ist fertiggestellt. Beim Parkfest im vergangenen Jahr war mit den Arbeiten begonnen worden. Inzwischen können wir den Fahrstuhl nutzen. Dies ist besonders wichtig und schön für unsere immobilen Bewohner. Sie können nun problemlos die Therapieangebote auf den unterschiedlichen Etagen wahrnehmen. Natürlich ist es auch für die Pflegekräfte eine Erleichterung, wenn sie mit schweren Utensilien im Haus unterwegs sind.

Gab es noch andere Dinge, die besondere Freude ausgelöst haben?

Wir haben eine ganz tolle neue Aktion ins Leben gerufen. Durch die Organisation ,Aktion Mensch’ konnten wir neue Fahrräder anschaffen. Da unser Standort ja nicht direkt in der Stadt liegt, bedeutet dies für unsere Bewohner, dass sie deutlich mobiler sind.

Wie haben Sie Ihre Bewohner denn auf die Ausflüge mit dem Rad vorbereitet?

Durch eine intensive Betreuung. Wir bieten regelmäßige Theorieschulungen an. Diese werden von einer Polizistin geleitet. Hierbei erfahren die Leute viel über die Verhaltensweisen im Straßenverkehr, sie bekommen Erste-Hilfe-Schulungen und absolvieren sogar ein praktisches Training, um die notwendige Sicherheit auf dem Rad zu erlangen. Für unsichere Leute haben wir zudem ein Dreirad angeschafft.

Inzwischen gab es gemeinsam mit Personal und Betreuten zahlreiche Radtouren durch die Region. Für alle eine enorme Bereicherung.

Wie ausgelastet ist das „Dr. Gerhardt Haus“ derzeit?

Wir haben 36 Bewohner und das bedeutet, dass wir nach wie vor voll ausgelastet sind. Das gilt sowohl für den offenen, als auch den geschlossenen Bereich. Unser Pflegewohnheim hat knapp 50

Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Pflege- und Betreuungsberufen.

Jetzt soll beim Parkfest wieder richtig gefeiert werden. Was haben Sie sich für den Tag der offenen Tür in diesem Jahr überlegt?

Wir haben mit unseren Betreuten ein Programm auf die Beine gestellt und uns ganz tolle Gäste eingeladen. Nachdem wir mit unseren Leuten jahrelang einen ,Kessel Buntes’ aufgeführt haben, wollen wir die Besucher in diesem Jahr mit etwas Neuem überraschen. Das wird aber noch nicht verraten. Zudem dürfen sich die Gäste auf Auftritte der ,Elmenhorster Herzbuben’, der Karnevalisten aus Abtshagen und des ,Singenden Seemanns’ freuen. Führungen durch unsere Einrichtung, die Vorstellung unserer Arbeit und zahlreiche Aussteller im Park werden das Fest abrunden. Los geht es um 11 Uhr.

Blick in die Geschichte

1997 wurde das Psychiatrische Pflegewohnheim „Dr. Gerhardt Haus“ errichtet. Träger ist der Pommersche Diakonieverein.

24 Einzelzimmer und sechs Doppelzimmer befinden sich in der von einer großen Parkanlage umgegebenen Einrichtung.

36 Bewohner leben derzeit in einer offenen und einer geschlossenen Wohngruppe. Damit ist das Pflegewohnheim komplett ausgelastet.

Schon 1945 wurde sich im Gutshaus in Groß Lehmhagen um psychisch kranke Menschen gekümmert.

Raik Mielke

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