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Grimmen Erstes Testgas produziert
Vorpommern Grimmen Erstes Testgas produziert
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04:35 02.03.2013

Nun beschäftigte sich die Wählergruppe Adomeit erneut mit diesem Thema. Schwerpunkt der öffentlichen Fraktionssitzung: Welche Sicherheits- und Brandschutzkonzepte gibt es für diese Anlage? Bei der konstruktiven Diskussion standen mit Harald Sauter, Geschäftsführer der SWS Natur, Projektentwickler Christoph Zädow und Dirk Awe, beide vom Rotaria Anlagenbau Rerik, kompetente Fachleute Rede und Antwort. So erklärten sie, dass die Sicherheitstechnik der Anlage, die auf einer Fläche von der Größe dreier Fußballfelder errichtet wurde, vom TÜV abgenommen wurde.

Ähnlich verhält es sich mit dem Brandschutz, der ein Baustein des Sicherheitskonzeptes ist. „Wir sind gerade mit Beamten der Feuerwehr über das Gelände gegangen“, berichtete Zädow und fügte an: „So ein Sicherheitskonzept ist nichts Feststehendes. Es wird stetig weiterentwickelt.“ Sauter bekräftigte: „Wir haben bei dieser Anlage den höchstmöglichen Standard.“ Das heißt, dass etwa bei einem Störfall sofort Notstromaggregate zu arbeiten beginnen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Auch bei der Frage nach den Hochspannungsleitungen im Gebiet gab Awe Entwarnung: „Der Netzbetreiber hat vorgeschriebene Mindestabstände angegeben, die wir eingehalten haben.“

Michael Adomeit brannte die Frage nach freiwerdenden, gefährlichem Schwefelwasserstoff unter den Nägeln. „Der kann nur durch eiweißhaltige Stoffe entstehen, die in unserer Anlage aber nicht eingesetzt werden“, so Christoph Zädow. „Wir dürfen nur nachwachsende Rohstoffe wie Gras, Stroh, Mais oder Rüben als Biomasse verwenden. Diese sind eher kohlenhydrathaltig.“ Die Gefahr, dass überhaupt Schwefelwasserstoff als Nebenprodukt entsteht, sei gering.

Derzeit befindet sich die Biogasanlage in der Anlaufphase. „Es entsteht das erste Gas. Doch bis tatsächlich etwas eingespeist werden kann, dauert es noch. Wir rechnen mit einem Regelbetrieb nicht vor Jahresende“, erklärte Sauter.

Acht Landwirte der Region versorgen die Fermenter mit Biomasse. Dass dabei landwirtschaftliche Monokulturen entstehen, wies Zädow zurück: „Wir haben ein Ökokonzept erstellt. Von den Flächen der Landwirte belegen wir lediglich acht Prozent und legen Wert darauf, dass wir mit unterschiedlichen Rohstoffen beliefert werden.“

Erste Ausgleichsmaßnahmen seien schon umgesetzt, etwa ein Winterquartier für Frösche, Heckenbepflanzung ums Gelände und Baumplanzungen an der Koppelstraße. „Wir sind weiter am Ball, wollen neue Korridore am Biotop schaffen“, so Sauter.

Miriam Weber

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