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Grimmen Ex-Kleiderwerke für 70 000 Euro versteigert
Vorpommern Grimmen Ex-Kleiderwerke für 70 000 Euro versteigert
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08:51 25.09.2018
Zum Schandfleck verkommen – die ehemaligen Kleiderwerke an der Stoltenhäger Straße in Grimmen. Quelle: Jaekel Almut/oz-Archiv
Grimmen

Die ehemaligen Kleiderwerke in Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben einen neuen Besitzer. Die Immobilie wurde bei der Herbstauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG in Berlin erfolgreich versteigert. „Der dritte und letzte Hammerschlag ertönte bei einem Gebot von 70 000 Euro. Damit wurde der Zuschlag erteilt“, teilt Hagen Wehrmeister, Prokurist und Auktionator der Deutschen Grundstücksauktionen AG mit.

Gesellschaft aus Großraum Münster hat den Zuschlag erhalten

Für ein Mindestgebot von 29 000 Euro wurde der Industriebau an der Stoltenhäger Straße 13 in Grimmen bei der Auktion aufgerufen. „Es gab ein reges Interesse“, resümiert Hagen Wehrmeister. Bereits im Vorfeld der Versteigerung sei das Exposé für das knapp 12 800 Quadratmeter große Areal der ehemaligen Kleiderwerke mit dem Produktionsgebäude und den Nebengebäuden gut nachgefragt gewesen. Und das, obwohl der Industriebau, der nach jahrelangem Leerstand zu einem Schandfleck verkommen ist. „Das hat uns selbst auch etwas erstaunt“, räumt Wehrmeister ein. Im Auktionskatalog wird die Bausubstanz des Komplexes, der sich einst als spezialisierter Betrieb für die Produktion von Herrenmänteln, aber auch für Parkas und Blousons einen guten Ruf erworben hatte, als „umfassend sanierungs- und modernisierungsbedürftig“ beschrieben. Die Nebengebäude werden sogar als „teilweise abrissreif“ eingestuft. Dennoch habe es mehrere Bieter gegeben, sagt Hagen Wehrmeister. Wer neuer Besitzer der ehemaligen Kleiderwerke ist, dürfe er aus Gründen des Datenschutzes nicht preisgeben. „Nur soviel: Eine Gesellschaft aus dem Großraum Münster hat den Zuschlag erhalten.“

Einst sollten altersgerechte Wohnungen dort entstehen

Dass das Objekt so erfolgreich versteigert wurde, „hat uns überrascht“, freut sich Immobilien-Experte Wehrmeister. „Das verbuche ich aber in der Rubrik der positiven Überraschungen.“ Er mutmaßt, dass es dem Vorbesitzer wohl ähnlich ergangen sei, schließlich habe der den Industriebau vor fünf Jahren für weitaus weniger Geld ersteigert. Die Auktion, auf die Wehrmeister abstellt, fand am 7. September 2013 in Rostock statt. Nach Insolvenz wurden die ehemaligen Kleiderwerke damals für ein Mindestgebot von gerade mal 2500 Euro zur Versteigerung aufgerufen. Beim Zehnfachen des Startgebotes soll der Hammerschlag erteilt worden sein.Als neuer Eigentümer präsentierte Roman Niehaus aus Remagen nach dieser Versteigerung im Februar 2014 im Grimmener Rathaus Pläne für den Um- und Ausbau der leerstehenden Immobilien auf dem Areal der Ex-Kleiderwerke zu altersgerechten Wohnungen. Zwar wurde eine Bauvoranfrage für dieses Vorhaben positiv beschieden, die Pläne wurden aber nicht umgesetzt. Wie die der neuen Eigentümer aussehen, bleibt abzuwarten.

OZ

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