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Fachmann schließt Risse in der Ruine

Rolofshagen Fachmann schließt Risse in der Ruine

Efeu hat den mittleren Südpfeiler des Rolofshagener Baudenkmals stark geschädigt

Rolofshagen. Dicke Efeu-Wurzeln haben sich tief eingefressen in den mittleren Südpfeiler der Kirchenruine in Rolofshagen. Einige bohrten sich im Lauf der Jahrzehnte schon komplett durch den mehr als einen Meter dicken Pfeiler. Der Frost in zahllosen Wintern tat ein Übriges. Die Folge sind große Risse in der tonnenschweren Feldsteinkonstruktion.

Der Efeu ist entfernt, eine Baurüstung aufgestellt. Jetzt ist ein Fachmann damit beschäftigt, die Aushöhlungen, die zwischen den Quadern jetzt sichtbar klaffen, wieder zu füllen. Gemeinsam mit dem Stralsunder Restaurator Simon Gebler hat der Bauunternehmer Andreas Johannbroer aus Rolofshagen diese Aufgabe übernommen, im Auftrag des Vereins zur Erhaltung der Rolofshagener Kirchenruine.

„Ich arbeite nur mit nachhaltigen, ökologischen Materialien und nicht mit Zement“, sagt Johannbroer. Um die Risse zu schließen, die sich bis in sechs Meter Höhe ziehen, verwendet der 35-Jährige Kalk und Sand. „Nach alten Rezepturen“, wie er sagt. Historische Ziegelreste werden nicht weggeworfen, sondern wieder verwendet für die Sanierung des Pfeilers, der beim Kirchenbau vor mehr als 700 Jahren errichtet worden ist. Die Ziegelbruchstücke werden gewässert und dann nass neu verbaut, zusammen mit kleinen Feldsteinen. Das alles geht nur Stück für Stück. „Der Kalk braucht länger zum Aushärten“, erklärt Andreas Johannbroer. Mit Edelstahlstangen verbindet der Experte den Pfeiler und die Kirchenmauer, um zusätzliche Sicherheit zu bekommen. Für Johannbroer, der unter anderem auch bei der Sanierung der Stralsunder Jakobi-Kirche mitgewirkt hat, ist die Arbeit an der Rolofshagener Ruine etwas Außergewöhnliches: „Es ist ein besonderer Ort.“

Peter Franke

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