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Grimmen „Fährhaus“ Stahlbrode: Pächter vor die Tür gesetzt
Vorpommern Grimmen „Fährhaus“ Stahlbrode: Pächter vor die Tür gesetzt
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00:29 09.06.2018

Stahlbrode. Die plötzliche Schließung des „Fährhauses“ in Stahlbrode (Gemeinde Sundhagen) am letzten Freitag (die OZ berichtete) wirft im Ort viele Fragen auf. Vor allem wollen die Stahlbroder wissen, wie es nun weitergeht mit der beliebten Gaststätte direkt am Ufer des Strelasunds und der dazugehörigen Pension mit ihren sieben Zimmern.

Das „Fährhaus“ in Stahlbrode ist seit 1. Juni geschlossen. Quelle: Foto: Reinhard Amler

„Die Bücher sind voll. Sowohl für die Gaststätte als auch die Zimmer liegen sehr viele Reservierungen vor“, erklärt der Eigentümer der Immobilie, Fritz Krause aus Zerbst in Sachsen-Anhalt. „Ich musste am letzten Freitag aber die Notbremse ziehen und die Terrassenmöbel einsammeln und das Haus abschließen, weil es so nicht weitergehen konnte“, sagt er.

Krause spricht von Rechnungen, die der bisherige Pächter einfach nicht bezahlt hat. Pacht habe er seit Monaten nicht gesehen, so Krause. Auch Sozialabgaben für hier tätige Mitarbeiter soll er schuldig geblieben sein. Es fällt der Begriff Teilinsolvenz. Die Wahl des Pächters sei ein Missgriff gewesen, meint Krause. Besonders leid tat ihm natürlich, dass letzten Freitag auch eine Hochzeit kurzfristig abgesagt werden musste. Aber die Gesellschaft fand dann in der Nähe noch eine Ersatzlokalität.

„Ich weiß nicht, wofür der Pächter die Einnahmen gebraucht hat“, so der Eigentümer. Der Mann hatte das „Fährhaus“ erst im vergangenen Jahr übernommen und wohl auch Ideen. Aber schon seit längerem gab es Kritiken. Vor allem, was den Service und die Qualität und Menge des Essens betrafen. So hatte die Campingplatz-Chefin in Stahlbrode, Gabriele Dörner, nach einem Unternehmerstammtisch im Haus erst kürzlich erklärt, dass sie keinem ihrer Gäste mehr guten Gewissens die Gaststätte empfehlen könne.

Der Eigentümer des „Fährhauses“, Fritz Krause, hat nun ein Problem. „Das Haus müsste sofort wieder öffnen“, sagt er, „weil die Saison vor der Tür steht und viele Buchungen da sind“. Darunter sind auch Feiern, die nach Möglichkeit durchgeführt werden sollen. Dafür fehlt im Moment aber der Betreiber. Den sucht der Mann aus Sachsen-Anhalt, dem das Haus seit 14 Jahren gehört, nun. Wenigstens für eine zu vereinbarende Übergangszeit. Krauses Ziel ist es, das „Fährhaus“ sofort wieder zu öffnen, weil sogar die Warenbestände gesichert seien und das Gebäude sich in einem sehr guten Zustand befindet. Es wurde ja erst vor wenigen Jahren aufwändig renoviert. Krause spielt aber mit dem Gedanken, das Haus zu verkaufen, auch weil die Distanz zwischen seinem Wohnort Zerbst und Stahlbrode einfach zu groß sei. Sie beträgt 400 Kilometer.

Besichtigungen von potenziellen Pächtern oder Käufern würde er kurzfristig organisieren, fügt der Mann aus Sachsen-Anhalt hinzu. Interessenten können sich bei ihm melden unter ☎ 0170/4

372727.

Reinhard Amler

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