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Fahrtkosten bei Berufsschülern wichtiges Thema

Grimmen Fahrtkosten bei Berufsschülern wichtiges Thema

Umfrageergebnis zum Übergang von der Schule zum Beruf liegt jetzt vor.

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Matthias Horn, Fachdienstleiter der Stabstelle für Regionalentwicklung beim Kreis Vorpommern-Rügen.

Grimmen. Wie kann jungen Menschen in Vorpommern-Rügen der Übergang zwischen Schule und Beruf erleichtert werden? Das ist das Kernthema für ein spezielles Projekt des Landkreises. Es heißt Regionales Übergangsmanagement, kurz RÜM.

Zu den Analysen, die die Mitarbeiter bisher gemacht haben, gehört auch das Auswerten einer Umfrage unter Berufsschülern im Kreis. Interessant dabei: Im dünn besiedelten Vorpommern-Rügen sind die Fahrtkosten ein besonders wichtiges Thema. Und: Die Richtlinie des Landes zur Gewährung von Zuschüssen für Berufsschüler bei notwendiger auswärtiger Unterkunft geht nicht weit genug.

Circa 4200 Berufsschüler gibt es im Landkreis Vorpommern-Rügen. Von ihnen fahren rund 78 Prozent jeden Tag zur Ausbildung in eine Berufsschule. Nach der neuen Richtlinie zur Gewährung von Zuschüssen des Landes für Berufsschülerinnen und Berufsschüler des Bildungsministeriums MV bekommt zukünftig jeder von ihnen fünf Cent pro gefahrenen Kilometer zur Berufsschule hin und zurück als Fahrtkostenzuschuss, sofern ein sozialer Härtefall vorliegt. Sollte die Fahrtstrecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln mehr als drei Stunden betragen, gibt es einen Zuschuss von 3,33 Euro für die notwendige auswärtige Unterkunft je Aufenthaltstag. „Das Land übernimmt mit der neuen Richtlinie Verantwortung. Sie ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, geht aber nicht weit genug. In einem Flächenland sind diese Zuschussbeträge nur ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein“, schätzt Matthias Horn von der Wirtschaftsförderung des Kreises ein. Vorpommern-Rügen sei ein stark ländlich geprägter Landkreis, wo allein bis zur nächstgelegenen Berufsschule in der nächsten Stadt weite Strecken zurückgelegt werden müssen. Ins Verhältnis gesetzt, werden fünf Cent je Kilometer nicht den Ausschlag geben, trotz langer Wegstrecke eine Ausbildung im Wunschberuf aufzunehmen oder wegen zu langer Wegstrecke und damit zu hoher Kosten die Ausbildung nicht abzubrechen. „Fünf Cent mehr oder weniger machen da keinen Unterschied“, so Matthias Horn, Fachdienstleiter der Stabstelle für Regionalentwicklung.

Eine Befragung der Berufsschüler und Berufsschülerinnen in Vorpommern-Rügen durch das Regionale Übergangsmanagement (RÜM) ergab, dass 27 Prozent monatlich rund 200 Euro für Fahrtkosten zur Berufsschule aufbringen müssen. Womit die Hälfte der Ausbildungsvergütung im Monat bei den meisten Berufsschülern und Berufsschülerinnen allein für die Fahrten ausgegeben wird.

Weitere Informationen zum Regionalen Übergangsmanagement gibt‘s unter www.landkreis-vorpommern-r;gen.de/ruem.

OZ

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