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Fehlerquote zu hoch: HSV verliert

1119grm01 Fehlerquote zu hoch: HSV verliert

Viele verworfenen Bälle und unkonzentrierte Spielweise führen zur Untergang.

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Abwehr im Kreis vom SSV (gelb). Axel Schmidt (mit Ball) vom HSV holt den Siebenmeter raus, den Robert Schultz (re.) verwandelt.

Quelle: Steffen Krüger

HandballMV-Liga: Stavenhagener SV — HSV Grimmen 30:26 (11:10). Am Sonnabendabend musste der HSV Grimmen eine unnötige Niederlage beim Spitzenreiter Stavenhagen hinnehmen. Aufgrund der hohen Fehlerquote, vor allem im Angriff, musste sich der HSV mit 30:26 beugen.

Der HSV kam in den ersten Minuten nicht in Tritt. Die Abwehr zeigte sich nicht auf der Höhe und hatte viele Probleme mit dem Rückraum der Gastgeber. Im Angriff scheiterte Grimmen mehrmals am gut aufgelegten SSV-Keeper oder an den eigenen Nerven. Nach fünf Minuten führte der Spitzenreiter mit 4:1. Grimmen probierte viel, aber in der Hast, den Rückstand aufholen zu wollen, fabrizierte der HSV einfach zu viele Fehler, die die Gastgeber ausnutzten. Nach zehn Minuten führte Stavenhagen schon deutlich mit 6:2. Aber Grimmen rappelte sich auf und schaffte in doppelter Überzahl beim 6:4 den Anschluss. Davon zeigte sich Stavenhagen unbeeindruckt und erhöhte wieder den Druck. Durch zwei schnelle Tore baute der SSV seine Führung auf 8:4 und 10:6 aus. Christoph Pohle nahm nun die fällige Auszeit und stellte das Team auf einigen Positionen um. Dies sollten die Trebelstädter ins Spiel zurückbringen. André Schuhknecht im HSV-Tor kam nun besser ins Spiel und im Gegenzug setzte die Mannschaft zum Gegenschlag an und verkürzte bis zur Halbzeitpause auf 11:10.

Die zweite Halbzeit lief in den ersten Minuten ausgeglichen. Der Spitzenreiter legte vor und Grimmen zog nach. Beim 15:14 hatte der HSV endlich die Chance, wieder auszugleichen und dem Spiel eine Wende zu geben. Doch Grimmen schaffte es in den folgenden drei Angriffe nicht, den Ball im Tor unterzubringen und vergab dabei beste Möglichkeiten frei vor dem Tor. Der SSV konnte sich wieder lösen und plötzlich stand es 18:14. Es folgte nun eine Phase, in der für die Trebelstädter auch gar nichts lief. Sie rieben sich immer mehr an der Abwehr von Stavenhagen auf und beschäftigten sich in den nächsten 15 Minuten zu sehr mit den Schiedsrichtern, als mit ihrem eigenen Spiel. Stavenhagen nutzte diese Verunsicherung aus — führte acht Minuten vor Schluss mit 27:18. Die Vorentscheidung war gefallen. Christoph Pohle blieb nicht mehr viel übrig. Er stellte die Abwehr nun offensiv, aber mehr als Schadensbegrenzung gelang Grimmen nicht mehr. Innerhalb von fünf Minuten verkürzte der HSV zwar auf 28:23, aber es war nur ein kurzes Strohfeuer. Stavenhagen spielte nun clever auf Zeit und hielt die Gäste auf Abstand. Am Ende verlor der HSV verdient mit 30:26 beim Spitzenreiter in Stavenhagen. Wenn Grimmen sich mehr auf die eigene Leistung konzentriert hätte, als mit den Schiedsrichter zu hadern, und seine Chancen genutzt hätte, wäre in diesem Spiel mehr möglich gewesen.

Schuhknecht, Niebuhr, Pervölz (2), Keil (1), Schmidt (3), T. Hagedorn (6), A. Hagedorn (2/2), Kopilow (2), Bernhardt (5), Schultz (4/1), Bentzien, Jürgens (1), Köhler.

Manuel Abé

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