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Feuer: Hausbewohnerin warnt Nachbarn

Grimmen Feuer: Hausbewohnerin warnt Nachbarn

Dutzende Feuerwehrleute waren am frühen Donnerstagmorgen in der Feldstraße im Einsatz.

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Unter Atemschutz gehen die Einsatzkräfte in den brennenden Kellerbereich. Bei dem starken Qualm herrscht keine Sicht. Fotos (4): Raik Mielke

Grimmen. Dichter Rauch dringt am Donnerstagmorgen gegen drei Uhr aus den Fenstern eines Mehrfamilienwohnhauses in der Grimmener Feldstraße.

Durchdringend schrillt der Piepton der Rauchmelder aus den Wohnungen der ersten Etage. Von dem Qualm aus dem Schlaf gerissen warnt Lore Glawe erst ihre Nachbarn und alarmiert anschließend die Feuerwehr. Erschrocken aus dem Fenster schauend, verfolgen die Bewohner wenig später das Eintreffen der Einsatzkräfte. „In meiner Wohnung konnte ich kaum noch etwas erkennen. Da habe ich schnell bei meinem Nachbarn geklingelt. Ein Glück, dass ich wach geworden bin. Wer weiß, wie das sonst ausgegangen wäre“, ist die Frau noch Stunden nach dem Brand aufgewühlt.

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Weitere Feuerwehrleute dringen ins Gebäude vor und werden vom Einsatzleiter eingewiesen.

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Sechs Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr sowie ein Rettungswagen und die Polizei sind schnell vor Ort. Da sich der Rauch zu diesem Zeitpunkt bereits im gesamten Treppenaufgang ausgebreitet hat, machen sich Feuerwehrleute sofort unter Atemschutz auf die Suche nach dem Brandherd. „Bei uns ist schon Rauch in der Wohnung. Wo brennt das denn?”, ist ein Ehepaar in der ersten Etage besorgt. Mit dem Öffnen mehrerer Flurfenster dringt immer mehr Qualm aus dem Inneren des Aufgangs.

Viele der Mieter sind sicherheitshalber auf die Balkone geflüchtet oder in Schlafsachen auf die Straße gerannt. Bei einer Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt bekommen sie von den Sanitätern wärmende Decken. Feuerwehrleute haben derweilen den Brandherd im Kellerbereich lokalisiert. Durch den dichten Rauch haben die Retter in diesem Bereich des Gebäudes null Sicht. Die Löschkräfte müssen sich langsam zum Feuer vortasten. Noch ist nicht klar, was in dem Mehrfamilienhaus brennt. Dementsprechend angespannt ist die Situation. Weitere Feuerwehrleute klopfen an die einzelnen Wohnungstüren, um sicher zu gehen, dass es den in den Räumen gebliebenen Mietern gut geht.

An einer Wohnung im ersten Obergeschoss bekommen die Retter keine Rückmeldung. Auf der Rückseite des Blockes durchleuchten die Einsatzkräfte mit Taschenlampen den Schlafzimmerbereich — ohne Erfolg.

Um sicher zu gehen, dass sich im Inneren nicht eine schlafende Person befindet, die den Rauch unbemerkt einatmet, entscheiden die Feuerwehrleute, die Tür gewaltsam zu öffnen. „Es befindet sich niemand in der Wohnung”, kommt anschließend schnell die Entwarnung. Immer noch merkt man den Bewohnern die Verunsicherung an. „So etwas möchte keiner erleben. Auf einmal laufen Feuerwehrleute mit Atemschutz durch den Flur und alles ist voller Rauch. Da bekommt man schon Panik”, gibt Hans-Jürgen Frick zu.

„Feuer aus”, lautet nach einer Stunde das Kommando aus dem Kellerbereich. Nun gilt es, den Hausflur mit spezieller Technik zu belüften. Der Rauch verzieht sich nur ganz langsam. Mit einer Wärmebildkamera verschaffen sich die Feuerwehrleute einen Überblick und schaffen kokelnden Sachen nach draußen. Spuren deuten auf einen Kabelbrand im Keller hin, der daraufhin einen Kinderwagen und andere Gegenstände in Brand gesetzt hat. Um dies als Auslöser des Feuers bestätigen zu können, sind am Donnerstagvormittag Brandursachenermittler im Einsatz. Der Sachschaden wird laut Polizei auf etwa 1000 Euro geschätzt.

 



Raik Mielke

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