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Grimmen Feuerwehr Dersekow: Heute erstes Krisengespräch
Vorpommern Grimmen Feuerwehr Dersekow: Heute erstes Krisengespräch
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00:01 03.06.2016

Krisengespräch heute in Dersekow: Nach dem Rücktritt von zehn Mitgliedern der Freiwilligen Ortsfeuerwehr vor einer Woche will sich Bürgermeister Ditmar Virglis mit den verbliebenen zwölf Brandschützern treffen, um über die entstandene Situation und das weitere Vorgehen zu reden.

Weil sie sich vom Bürgermeister und der Gemeindevertretung nicht hinreichend ge- und beachtet fühlten, hatten der Wehrführer, sein Stellvertreter und mit ihnen weitere acht Männer am 25. Mai ihren Dienst quittiert. Ihre Austrittserklärungen liegen dem Amt Landhagen schriftlich vor.

Die Rücktrittswelle stellt den Fortbestand der Dersekower Feuerwehr in Frage. Sollten die Abtrünnigen bei ihrer Haltung bleiben, wäre die Brandschutztruppe ab dem 30. Juni nicht mehr einsatzbereit.

Das wiederum würde ein Loch in die Brand- und Katastrophenschutzstruktur des Greifswalder Umlands reißen. Die Dersekower Feuerwehr ist vom Landkreis als Stützpunktfeuerwehr eingestuft. Sie wird zu Verkehrsunfällen auf der A 20 ebenso gerufen wie im Katstrophenfall. Bislang hat der Landkreis nicht auf die Feuerwehr-Querelen in Dersekow reagiert. Sollten sie nicht beigelegt werden können, werde er nicht umhinkommen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, meinen Beobachter.

Derweil sieht es nicht danach aus, als wollten die zerstrittenen Parteien aufeinander zugehen. Zum heutigen Gespräch wurden die zurückgetretenen Feuerwehrmänner nicht eingeladen. Das jetzige Zerwürfnis ist Ergebnis seit Jahre schwelender persönlicher Differenzen zwischen der Wehrführung und dem Bürgermeister.

Der Bürgermeister habe ihn des Öfteren übergangen, wenn Angelegenheiten der Feuerwehr zu bereden waren, klagte der langjährige Wehrführer Thomas Putzar. Der Gemeindevertretung warf er vor, sich nur beiläufig dafür zu interessieren, was die Feuerwehrmänner für die Gemeinde täten. Die Gemeindevertretung hatte Putzar quasi untersagt, seine Rücktrittsentscheidung in einer öffentlichen Sitzung zu erklären. Das wiederum stieß auf großes Unverständnis nicht allein bei anderen Brandschützern. Putzar, hieß es, sei immerhin Wehrführer und Ehrenbeamter.

jes

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