Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Fischerteppiche werden im Landesmuseum gezeigt Die große Geschichte begann als Notstandsarbeit

Greifswald Fischerteppiche werden im Landesmuseum gezeigt Die große Geschichte begann als Notstandsarbeit

Im Pommerschen Landesmuseum wird künftig auch an eine ganz besondere, einmalige Kunst erinnert werden, die pommerschen Fischerteppiche.

Voriger Artikel
Reinkenhagens Kicker verteidigen Titel beim LandWerthof-Cup
Nächster Artikel
Neuer Riesenkrater: A 20 auch in Richtung Osten abgesackt

Prof. Jürgen Flachsmeyer (links) und Dr. Kurt Feltkamp mit dem berühmten Landrat-Kogge-Teppich im Landesmuseum.

Quelle: Foto: Eckhard Oberdörfer

Greifswald. Im Pommerschen Landesmuseum wird künftig auch an eine ganz besondere, einmalige Kunst erinnert werden, die pommerschen Fischerteppiche. Die Erinnerung lebt, obwohl heute kaum noch Teppiche geknüpft werden. Das zeigte der volle Saal im Landesmuseum, als Prof. Jürgen Flachsmeyer und Dr. Kurt Feltkamp einen Vortrag über „Ästhetik und Ornamentik im Kulturgut vorpommerscher Fischerteppiche“hielten und ausgewählte Teppiche zeigten.

Darunter den Teppich, den die Fischer dem Greifswalder Landrat Werner Kogge schenkten. Weil sich die Fischbestände verkleinert hatten, wurden 1928 für drei Jahre Einschränkungen für den Fischfang angeordnet. Zugleich bewilligte die Regierung Notstandsgelder. Kogge setzte statt auf Geld auf Selbsthilfe. Da Fischer Netze knüpfen, lag die Idee nahe, auf Teppiche zu setzen. Kogge holte den Wiener Rudolf Stundl (1897-1990) nach Vorpommern, der sich auf eine Zeitungsannonce bewarb. Er ist der Vater der Fischerteppiche, die bis zur Wiedervereinigung eine Erfolgsgeschichte schrieben.

Stundl schaffte es, die Durststrecke zu durchschreiten, die nach dem Auslaufen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme 1931 entstand.

Die Nazis vereinnahmten die Teppichkunst als uralte Volkskunst. In der DDR wurde sie als „Kultur der Werktätigen“ geschätzt. In Freest entstand die erste Produktionsgenossenschaft des Kunsthandwerks.

Viele Teppiche wurden im Ausland verschenkt.

Das Ende der PGKH kam 1992. Kurt Feltkamp hat fünf Jahrzehnte Rudolf Stundl forschend und fördernd begleitet.

eob

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Analyse
Nahles hatte mit klarer Kante und schlüssigen Argumenten für den Gang in die ungeliebte GroKo beim Parteitag in Bonn jüngst an der Basis an Zustimmung gewonnen. foto: Gregor Fischer

Ein SPD-Vorsitzender stürzt im Adenauer-Haus der CDU: Diese jetzt schon historische Regierungsbildung bekommt am Ende eine besonders dramatische und tragische Note. Statt Martin Schulz soll es künftig Andrea Nahles für die Sozialdemokraten richten.

mehr
Mehr aus Grimmen
Verlagshaus Grimmen

Bahnhofstraße 11
18507 Grimmen
Telefon: 03 83 26 / 46 060

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.30 bis 16.30 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist