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Grimmen Flammenmeer am Kaschower Damm
Vorpommern Grimmen Flammenmeer am Kaschower Damm
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00:00 02.09.2013
Auf dem Gelände des Nissan-Autohauses brannte es in der Nacht zum Sonnabend. Quelle: Raik Mielke
Grimmen

Feuer im Autohaus. Mit dieser Alarmierung macht sich in den frühen Morgenstunden des Sonnabends — gegen 2.45 Uhr — ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehr Grimmen auf den Weg zur Einsatzstelle in der Greifswalder Straße. Der Brandherd soll sich auf dem Gelände des Nissan-Autohauses befinden. In die Greifswalder Straße eingebogen, können die Feuerwehrleute dann auch schon dichte Rauschwaden und einen Feuerkegel erkennen. Beim Eintreffen wird schnell das Ausmaß klar. In einem hinteren Teil des Geländes, zum Kaschower Damm hin gelegen, brennen Autoreifen. Die Flammen peitschen wütend in den Nachthimmel. Einsatzleitung und Retter müssen schnell handeln. In unmittelbarer Nähe befinden sich eine Werkstatt und zahlreiche Autos. Mit vier Mann an einem Löschrohr wagen sich die Retter dicht an das brennende Reifenlager heran. Die erste Wasserversorgung wird über das Tanklöschfahrzeug sicher gestellt. Weitere Feuerwehrleute machen sich auf den Weg zu dem auf der anderen Straßenseite befindlichen Hydranten. Die Einsatzkräfte haben es direkt am Brandherd mit enormen Temperaturen zu tun. Es ist so heiß, dass sich der nebenstehende Container, in dem Winterreifen eingelagert sind, zu verformen beginnt. Immer stehen die Löschkräfte vor einer meterhohen Feuerwand.

„Wir decken das Feuer mit Schaum ab”, kommt dann der Befehl aus der Einsatzleitung. Eine Stunde dauert der Einsatz bereits, ehe es mit einem Schaumrohr gelingt, die Flammen zu ersticken. Die Rettungskräfte atmen durch. Sowohl das Übergreifen der Flammen auf die Werkstatt, als auch das Verhindern der Explosion der dort geparkten Autos kann durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehrleute verhindert werden.

Dann nehmen die Kriminalisten die Ermittlung auf. In der Nacht gestalten sich die Untersuchungen schwierig. Eine Erkenntnis kommt relativ schnell: Ein solcher Reifenstapel fängt nicht von alleine an zu brennen. Heißt: Am Vormittag gehen die Ermittlungen wegen des Verdachtes der Brandstiftung weiter. Im Autohaus ist am Samstagvormittag auch Hans-Joachim Kampe: „Einfach nur erschreckend“, schildert der Geschäftsführer. Bei Tageslicht wird das gesamte Ausmaß der Brandschäden sichtbar. Neben den verbrannten Reifen hat eine Seite des Containers aufgrund der Hitze Schaden genommen.

Schlimm hat es vier Fahrzeuge, darunter Neuwagen, erwischt. Die komplette Rückseite der Autos ist geschmolzen. Auf dem Gelände sind am Vormittag erneut Ermittler der Kripo im Einsatz. Man könne ausschließen, dass Selbstentzündung die Brandursache sei, sagen sie. Zudem liege die Vermutung nahe, dass Brandbeschleuniger zum Einsatz gekommen sei.

Also laufen in Grimmen nun erneut Ermittlungen wegen eines Tatverdachts der Brandstiftung. Bereits vor zwei Wochen wurde am Vorland, ebenfalls in der Nacht zu einem Sonnabend, in einer Lagerhalle ein Multicar angezündet, das Feuer sorgte für einen stundenlangen Einsatz der Feuerwehr.

Den Sachschaden, der bei dem Brand auf dem Gelände des Autohauses entstanden ist, bezifferte das Polizeipräsidium gestern vorläufig auf circa 8000 Euro.

Schon 60 Einsätze
In diesem Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Grimmen bereits rund 60 Einsätze absolviert. Vor zwei Wochen musste sie ebenfalls am Samstagmorgen ausrücken — auf dem Gelände der ehemaligen Straßenmeisterei am Vorland brannte es in einer Lagerhalle. Die Einsatzkräfte konnten eine Gasexplosion verhindern. Auch dort gab‘s den Verdacht der Brandstiftung.

Raik Mielke

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