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Grimmen Flüchtlinge weigern sich, Notunterkunft zu beziehen
Vorpommern Grimmen Flüchtlinge weigern sich, Notunterkunft zu beziehen
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09:40 26.02.2016
Die Flüchtlinge vor der Halle in Tribsees. Quelle: Reinhard Amler
Tribsees

Große Aufregung herrschte Donnerstagnachmittag in Tribsees. Vor einer Halle des Berufsbildungsvereins (BBV) steht ein Bus. An Bord: 25 Flüchtlinge. Alle aus Syrien. Sie weigern sich, auszusteigen, weil sie hier eine Halle beziehen sollen, die nur notdürftig mit Feldbetten ausgestattet ist. „Es sind nicht einmal Teller dort“, sagt einer der Ankommenden. „Und außerdem stinkt es darin.“

Die Polizei ist mit 15 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen vor Ort. Einsatzleiter ist Maik Schroeder, Chef des Grimmener Polizeireviers: „Sowohl wir als auch der Betreiber der Halle sind völlig überrascht worden von der Situation“, sagt er. Er bemüht sich, den Flüchtlingen die Situation zu verdeutlichen. Zum Glück gibt es einen Mann, der übersetzen kann. Über ihn erfahren die jungen Männer – die meisten dürften nicht einmal 30 sein – dass der Bus solange vor Ort bleibt, bis die Sache geklärt ist. Die Männer sollen die Nacht im Fahrzeug oder in der Halle verbringen.

Die Syrer sind seit vier Monaten in Deutschland, erklärt Mohammed (30) aus Aleppo. Bislang waren sie in den Jugendherbergen Born und Prora untergebracht. Doch die mussten jetzt geräumt werden.



Amler, Reinhard