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Grimmen Flunder-Raum ist spezielles Angebot
Vorpommern Grimmen Flunder-Raum ist spezielles Angebot
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16:38 30.01.2018
Maria-Theresia Koch lädt verhaltensauffällige Kinder und deren Eltern zum gemeinsamen Unterricht ins Familienklassenzimmer ein. Das Logo des ganz besonderen Klassenraumes ist die Flunder. Quelle: Anja Krüger
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Grimmen

Rund 500 Mädchen und Jungen lernen an der Regionalen Schule „Robert Koch“ in Grimmen. Neben dem ganz gewöhnlichen Unterricht und Aktivitäten im Rahmen der offenen Ganztagsschule bietet die Bildungseinrichtung eine Vielzahl an speziellen Unterrichtsformen.

Ein ganz besonderes Zimmer ist der Raum mit einem großen Flunder-Bild an der Wand. Ein großer runder Tisch steht in der Mitte. Schulleiterin Marion Harder zeigt nicht ohne Stolz den Raum. „Das ist unser Familienklassenzimmer. In Mecklenburg-Vorpommern sind wir die einzige Regionalschule, die dieses Angebot hat“, erzählt sie.

Die Flunder ist das Logo des Familienklassenzimmers – einem Unterrichtsraum, in dem einmal pro Woche verhaltensauffällige Schüler und deren Eltern gemeinsam die Schule besuchen. Im Mittelpunkt stehen dann unmotivierte, verschlossene, aber auch respektlose Schüler. Hauptsächlich sind es Fünft- und Sechstklässler, die mit ihren Eltern von den Lehrerinnen Maria-Theresia Koch und Maria Sokoll ins Familienklassenzimmer eingeladen werden. „Meist liegt der Grund darin, dass den Schülern die Aufmerksamkeit und Bestätigung der Eltern fehlt“, weiß Maria-Theresia Koch, die seit fünf Jahren an der Schule unterrichtet. Geholfen wird in dem Unterricht, an dem mehrere Schüler und Elternteile teilnehmen, beiden Seiten. „Die Kinder spüren wieder, dass sich die Eltern für sie interessieren, schließlich nehmen sie sich Zeit für sie. Und die Eltern erkennen, dass sie nicht die einzigen sind, deren Kind sich auffällig verhält. Sie fassen wieder Vertrauen in ihre Erziehungsmethoden“, erklärt die 32-Jährige. Die beiden Lehrerinnen sind in dem Unterricht lediglich die Moderatoren, die Aufgaben bewältigen Schüler und Eltern gemeinsam.

Das Familienklassenzimmer ist nur ein Angebot für Schüler, bei denen der Schulalltag nicht ganz rund läuft. „Ich habe mich an der Schule nicht mehr wohl gefühlt, hatte keinen Bock mehr auf Schule“, erzählt Laura Robakowski. Die Lösung für sich fand die 17-Jährige mit ihren Eltern im produktiven Lernen – einer besonderen Form des Unterrichts, in dem die Jugendlichen an drei Tagen pro Woche in einem Betrieb schon vorzeitig Berufsluft schnuppern. An den restlichen beiden Tagen werden in der Lernwerkstatt unter anderem die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichtet. Für Laura genau die richtige Form des Lernens. „Es ist vielseitig und abwechslungsreich“, begründet sie. Derzeit „arbeitet“ sie in der Grimmener OZ-Lokalredaktion, war zuvor bei einer Malerfirma und in einem Modegeschäft. Von Resigniertheit ist bei Laura nichts mehr zu spüren. Mittlerweile hat die 17-Jährige auch schon einen festen Berufswunsch. „Ich möchte in die Pflege, in der Alten-, Kranken- oder Kinderpflege arbeiten“, erzählt sie.

Um ihrem Bildungsauftrag, Mädchen und Jungen ab der fünften Klasse auf die Berufsausbildung vorzubereiten, gerecht zu werden, ermöglichen die Lehrer den Kindern und Jugendlichen eine Vielzahl an Berufsorientierungsmöglichkeiten. „Zusätzlich zum jährlichen Jungs-Tag beziehungsweise Girl’s-Day und dem Sozialen Tag veranstalten wir einmal jährlich eine große Berufsmesse im Kulturhaus“, berichtet Schulleiterin Marion Harder. Zahlreiche regionale Unternehmen sowie Institutionen präsentieren sich dort und informieren über verschiedene Berufe, Ausbildung und Karrierechancen.

Anja Krüger

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