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Grimmen Förderschule holt ersten Umwelt-Titel
Vorpommern Grimmen Förderschule holt ersten Umwelt-Titel
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06:42 11.09.2013
Die Förderschüler Fabian Schlickeiser, Marco Damar, Jasmin Schildberg und Jasmin von Behren freuen sich über den Titel „Umweltschule in Europa“. Quelle: Christine Drabsch

Premiere für die Förderschule Grimmen: Die Bildungseinrichtung hat — als einzige Förderschule landesweit — den Titel „Umweltschule in Europa“ gewonnen. Die Ehrung erfolgte in Dargun. Für Fabian Schlickeiser, Marco Damar, Jasmin Schildberg und Jasmin von Behren aus der Förderschule eine Fahrt, die sie wohl nicht so schnell vergessen werden. Die Schüler der 4.

und 9. Klassen sind gemeinsam mit Schulleiterin Heike Möller und ihrer Lehrerin Ina Widmann zur Auszeichnungsveranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. eingeladen worden. Sie erhielten eine Urkunde, einen Umweltstempel, den die Schule nun für den Postverkehr nutzen kann, und eine große Fahne. „Wir haben uns sehr gefreut“, sagt Jasmin von Behren. Außerdem konnten sich die Schüler über das Buch „Die Flaschenpost“ freuen, das das Thema verschmutzte Meere behandelt. „Wir waren alle schon sehr stolz“, betont Schulleiterin Heike Möller.

Vor der feierlichen Ehrung hatten die Förderschüler an ihrem Stand in der Grundschule Dargun die beiden Projekte vorstellen können, mit denen sie sich um den Titel beworben hatten: „Gesunde Ernährung und Klimaschutz — wir sind dabei“ sowie „Vom Samenkorn bis zum Möbelstück“. „Das Interesse der anderen an den Holzarbeiten, die unsere Schüler während der Projektwoche in Müllrose fertiggestellt haben, wie zum Beispiel die Nistkästen, war groß“, sagt Ina Widmann zufrieden. Sie war es, den den Kampf um den Umwelttitel besonders betreut hatte. „Auch das Umweltmaskottchen unserer Schule, ein Biber, hat allen ganz gut gefallen.

Natürlich will die Förderschule den Titel verteidigen. „Erste Ideen gibt es bereits, wir haben Inspiration erhalten und Parallelen festgestellt“, stellt Ina Widmann fest. Der Titelkampf gehe diesmal aber über zwei Jahre, weiß sie. Und diese Zeit wollen die Schüler gut nutzen.

Brandshagen — Zum sechsten Mal dabei und als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet wurde die Grundschule Brandshagen. „Wir haben drei Sterne für unsere Arbeit bekommen“, sagt Silke Rurik, als Lehrerin Umweltbeauftragte an der Schule. Gemeinsam mit drei Schülern der 3. und 4. Klasse präsentierte sie die Schule in Dargun.

Zwei Themen wurden von den Brandshagenern behandelt und zur Bewertung eingereicht: „Unsere Schüler erwerben innerhalb ihrer vier Grundschuljahre einen Teichpass“, sagt Silke Rurik. In den einzelnen Klassenstufen behandeln sie mehr oder weniger selbstständig verschiedene Themen, wie zum Beispiel den Frosch in der ersten und den Storch in der zweiten Kasse. Der Teich auf dem Schulhof spiele für den Teichpass natürlich eine große Rolle. Erarbeitet wurden die Aufgaben für den Teichpass gemeinsam mit einer Umweltberaterin. Am Ende der Grundschulzeit bekommt jedes Kind je nach Können Urkunde und T-Shirt.

Zweites großes Umweltthema in Brandshagen ist der Müll. Silke Rurik: „ Wir sortieren, haben Mülldetektive an der Schule, die auf die korrekte Mülltrennung achten. Im Unterricht wird der Weg des Mülls behandelt“. Noch nicht so richtig hatte in der Vergangenheit die Mülltrennung auf dem Schulhof geklappt. Deshalb malten die Schüler jetzt Tonnen unterschiedlich gelb, schwarz und blau an und bauten einen Stellplatz. Das alles kam bei der Jury wohl gut an, denn die drei Sterne, die die Brandshagener Grundschule erhielt, ist die höchste Auszeichnung als Umweltschule. Die Fahne, die Urkunde und der Stempel, die es in Dargun gab, wird den Schülern morgen im Morgenkreis vorgestellt.

Grammendorf — Die Grundschule in Grammendorf ist von Beginn des Titelkampfes an dabei und hat es in diesem Jahr schon zum 13. Mal geschafft, „Umweltschule in Europa“ zu werden. „Wir haben auch zum dritten Mal drei Sterne erhalten“, freut sich Schulleiterin Annette Buck. Mit zwei Themen konnten die Grammendorfer die Jury beeindrucken: „Ernährung und Klima“ sowie „Nachhaltige Mobilität“. Während es beim ersten Motto nicht nur um gesunde Ernährung, sondern auch um die Länge der Transportwege ging, die Obst und Gemüse bis nach Deutschland zurückzulegen haben (und um das Maß

der Umweltbelastung), stand beim zweiten die Art der Energiegewinnung im Mittelpunkt. „Die Schüler haben auf einer Weltkarte verzeichnet, welche langen Transportwege Äpfel zum Beispiel haben“, berichtet Annette Buck. Zum Thema Energie hätten die Schüler eine Biogasanlage besucht, die Zahl der Windkrafträder und der Solardächer gezählt, die es in der näheren Umgebung gibt. Und sie verglichen, was umweltschonender ist — ein Kraftwerk oder ein Windrad. „Wir werden auf jeden Fall wieder um den Titel ringen“, sagt Annette Buck.

Dauerhafte Verbesserung angestrebt
27 Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern erhielten in diesem Jahr die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“.

3davon kommen aus dem Grimmener Raum: Die Schule mit dem FörderSchwerpunkt Lernen in Grimmen sowie die Grundschulen in Grammendorf und Brandshagen.

Die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. schreibt den Wettbewerb aus, bei dem die Schulen allerdings nicht im Wettkampf gegeneinander stehen.

Unterstützt wird die Aktion in MV von den Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz sowie Bildung, Wissenschaft und Kultur.

8900 Schulen aus 41 Staaten beteiligen sich an der Aktion.

780 Schulen Deutschlands aus zehn Bundesländern bewerben sich um den Titel Umweltschule.

Nicht Einzelaktionen, sondern eine dauerhafte Verbesserung der Umweltsituation an der Schule sollen erreicht werden.

Für den Titel gibt es jährlich eine große Flagge, eine Urkunde und einen Stempel.

Christine Drabsch und Almut Jaekel

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