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Grimmen Förderstipendium für Juliane
Vorpommern Grimmen Förderstipendium für Juliane
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00:01 20.12.2016
Gelungene Überraschung: Juliane Keil vom Hansa-Gymnasium freut sich über die Auszeichnung. FOTO: MIRIAM WEBER
Stralsund

Riesig groß werden ihre Augen, dann schlägt sich Juliane Keil die Hände vor das Gesicht, als sie erfährt, dass sie für das kommende Jahr ein Förderstipendium in Höhe von insgesamt 500 Euro erhält. „Ich bin baff“, sagt die 17-Jährige mit Tränen in den Augen, während ihr ihre Klasse applaudiert.

Ermöglicht wird diese Förderung seit vielen Jahren dank eines privaten Spenders. „Die Lehrer der 11. Klassen können Vorschläge einreichen, welche Schüler diese Ehrung verdient haben und dann entscheidet die Lehrerkonferenz gemeinsam“, erklärt Schulleiter Thomas Janke. Ausgezeichnet werden sollen Mädchen oder Jungen, die sich in besonderer Weise engagieren. Sei es nun in der Schule selbst, aber vielleicht auch über die Schulmauern hinweg.

Was Juliane auszeichnet, sei vor allem ihre unbedingte Hilfsbereitschaft – und zwar jedem gegenüber. „Wenn ich jemandem helfe, dann mache ich diese Menschen glücklich, und das wiederum macht mich glücklich“, sagt die Elftklässlerin. „Ich bin schließlich auch froh, dass ich Hilfe bekomme, wenn ich welche brauche.“ Darüber hinaus gehört sie zum Organisationsteam des Abi-Balls und der Mottowoche, die im kommenden Schuljahr dann in der Abschlussklasse anstehen. Was sie mit dem Geld anfängt, weiß die Stralsunderin auch schon. „Das werde ich fürs Studium sparen.“ In welche Richtung es gehen soll, weiß Juliane schon genau. „Ich werde Medizin studieren.“ Gründe, sich für diesen Weg zu entscheiden, hat sie viele. Zum einen, weil sie das Thema Medizin interessiert, zum anderen weil sie Menschen helfen kann und nicht zuletzt, weil es so viele unterschiedliche Möglichkeiten in diesem Bereich gibt. „Es ist sicherlich eine gute Voraussetzung für das Studium, dass ich Naturwissenschaften mag. Zu meinen Lieblingsfächern gehören Biologie und Chemie.“

Das Studium würde sie gern in der Nähe ihrer Familie aufnehmen, am liebsten in Greifswald, und perfekt wäre es, wenn die Arbeit sie dann wieder zurück nach Stralsund führt. Denn die Familie hat bei Juliane eine hohen Stellenwert. Mit ihrer 21-jährigen Schwester verbringt sie viel Zeit und die gehörte auch zu den Ersten, die von dem Stipendium erfahren haben.

„Für mein Studium ist es allerdings wichtig, dass ich gute Noten habe, und deshalb bin ich in der Schule ziemlich ehrgeizig, das erfordert allerdings, dass auch viel Zeit für Schule drauf geht“, gibt sie zu. Ausgleich zum Lernen findet sie in ihrer Freizeit beim Yoga, weil ihr das Spaß mache und sie dort Stress abbauen kann. „Eigentlich unspektakulär“, sagt sie mit einem Lachen. „Ich treffe mich gern mit Freunden wie jedes andere 17-jährige Mädchen auch.“

Miriam Weber

OZ

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