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Grimmen Im Wettstreit: Forst-Azubis lassen die Späne fliegen
Vorpommern Grimmen Im Wettstreit: Forst-Azubis lassen die Späne fliegen
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09:09 07.02.2019
15 Forstazubis kämpften in Abtshagen um die Teilnahme am Landesentscheid der BUNDjugend. Christoph Mutz erzielte ein gutes Ergebnis beim Kombinationsschnitt. Quelle: Anja Krüger
Abtshagen

Konzentriert steht Forstwirt-Azubi Johannes Grabbert auf dem Wirtschaftshof des Forstamtes Poggendorf in Abtshagen. Vor ihm liegt die laufende Kettensäge. Und damit eine der sechs praktischen Aufgaben beim Berufswettbewerb-Regionalausscheid der Landjugend. Johannes Grabbert ist einer der fünf Lehrlinge des hiesigen Forstamtes, die neben zehn weiteren aus dem gesamten Bundesland um einen Startplatz beim Landesausscheid kämpfen.

Auf Kommando seines Ausbilders Ralf Sodmann greift der junge Mann zur Kettensäge, setzt gekonnt einen waagerechten Schnitt in den Stamm. Dann schräg von oben noch einen. Immer wieder geht sein prüfender Blick zu den in einigen Metern entfernten drei Stangen. Würde es sich bei dem Stamm um einen Baum handeln, müsste er genau die mittlere treffen. Letztlich wird eine Abweichung von 28 Zentimetern gemessen. Johannes Grabbert beendet die Station des Regionalentscheides mit 50 von 100 Punkten. Zufrieden ist er damit nicht. „Hätte besser laufen können“, sagt er. Am Ende des Tages reicht sein Gesamtergebnis – neben den sechs praktischen haben die angehenden Forstwirte auch einen theoretischen Test abzulegen – immerhin für den zweiten Platz. Mit Oliver Schäfer auf Rang Drei belegt ein weiterer von Ralf Sodmanns Schützlingen einen der vorderen Plätze. Nicht ganz so gut, allerdings nur im praktischen Teil, lief es für eine der zwei Frauen im Teilnehmerfeld. Charlott Blohm (22) begann erst im September 2018 ihre Ausbildung im Forstamt Poggendorf, stieg aber gleich im zweiten Lehrjahr ein. „Ich möchte Forstwirtschaft studieren, wollte mir aber zuvor auch Praxis aneignen, um einen Einblick in die praktische Arbeit zu bekommen“, erklärt die junge Frau aus Prohn. Geübt für diesen Wettbewerb habe sie lediglich an zwei Tagen. Dass Präzisions- und Kombinationsschnitt und auch das Entasten bei ihren männlichen Kollegen besser klappen, ist somit nicht verwunderlich und für sie auch kein Problem. „Auch dieser Tag ist für mich eher ein Übungstag. Und er gibt mir einen guten Einblick für nächste Wettkämpfe.“, sagt sie. Im Theorietest stand sie ihren männlichen Kollegen übrigens in nichts nach. Ganz im Gegenteil: Unter den Poggendorfer Azubis erzielt sie in diesem Teil das beste Ergebnis.

Interessenvertretung junger Menschen

Die Landjugend setzt sich aus 18 Landesverbänden zum „Bund des Deutschen Landjugend (BDL) als Bundesverband zusammen.

Der Landjugendverband Mecklenburg-Vorpommern wurde 1990 gegründet und zählt mit seinen Ortsgruppen circa 600 Mitglieder in ganz M-V.

Der Verband sieht sich als Interessenvertretung junger Menschen im ländlichen Raum. Mit seiner Arbeit will er Zukunftsperspektiven, Wünsche und Ideen von jungen Menschen im Land unterstützen und sie in ihrer Mitgestaltung stärken.

Alle zwei Jahren werden bundesweit Berufswettbewerbe in den Kategorien Land-, Haus-, Forst- und Tierwirtschaft sowie dem Weinbau durchgeführt. Nach den Regional- und Landesentscheiden finden in diesem Jahr die Bundesentscheide in Bayern vom 2. bis 6. Juni statt.

Mehr über die Landjugend in MV unter www.laju-mv.de

Initiiert wird der Berufswettbewerb von der Landjugend. Alle zwei Jahre findet dieser in verschiedenen sogenannten „Grünen Berufen“ statt, wie Susanne Werner, Geschäftsführerin der Landjugend MV, berichtet. Neben den angehenden Forstwirten wird dieser Wettbewerb auch unter den Auszubildenden in der Landwirtschaft – Tierpflege und Pflanzenanbau getrennt voneinander – sowie Weinanbau und auch Hauswirtschaft ausgetragen. „Auf den Regionalentscheid folgt der Landesentscheid. Dort qualifizieren sich schließlich die beiden Besten jeder Sparte für den Bundeswettbewerb, der unter anderem für den Forstnachwuchs Anfang Juni in Bayern stattfindet“, erzählt sie. Seit zehn Jahren betreut sie die Forstwirt-Lehrlinge bei dem Berufswettbewerb, bereitet die Finalisten auf den Bundesvergleich vor. „Die Messlatte dort hängt für die Azubis aus MV ziemlich hoch“, schätzt sie ein.

Für die vier Poggendorfer Azubis heißt es nun aber erst einmal, sich auf den Landesausscheid in Güstrow vorzubereiten. Lediglich knapp drei Wochen bleiben ihnen noch, bevor sie sich den dort Aufgaben stellen und eventuell sogar einen der Startplätze beim Finale im bayrischen Herrsching erkämpfen.

Anja Krüger

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