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Fruchtbare Oase liefert erstes Gemüse

Turow Fruchtbare Oase liefert erstes Gemüse

Eigenversorgung ist das Ziel / Kurse über Wirkung von Kräutern und Gartenfrüchten an der Wasserburg Turow sind geplant

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Anna Barkow (li.), Eigentümerin der Wasserburg, und Kezia Deichsel pflücken den ersten Salat.

Quelle: Anja Krüger

Turow. Fünf Kartoffelsorten, Zwiebeln, eine reichhaltige Auswahl an Pflücksalaten, Mais, Schoten und vieles mehr – „In unserem Garten wächst und gedeiht es “, freut sich Anna Barkow, Eigentümerin der Wasserburg in Turow. Mitte April hat sie mit ihrer Familie und Freunden ihr Gartenbauprojekt gestartet. Aus einer Grünfläche sollte ohne großen Aufwand eine fruchtbare Oase entstehen. Und bereits jetzt, zwei Monate später, kann schon geerntet werden – zumindest Pflücksalat.

Nicht ganz ohne Stolz führen Anna Barkow und Kezia Deichsel, sie ist die Hauptinitiatorin des Gartenprojektes, durch das Stück Gartenland, das direkt an der Kopfsteinpflasterzufahrt zur Wasserburg liegt. „Wir haben größtenteils alte Kartoffelsorten angebaut, aber auch die Adretta ist dabei“, erzählt Kezia Deichsel, die sich ihre Kenntnisse über Gartenbau angelesen und in verschiedenen Projekten angeeignet hat. Auf den Erfolg eines Beetes ist die gelernte Massagetherapeutin besonders gespannt. „Hier wachsen die drei Schwestern“, sagt sie und zeigt auf ein Stückchen Acker.

„Zumindest in abgewandelter Form“, fügt sie hinzu. Der Begriff „die drei Schwestern“ komme aus Südamerika und bezeichne Mais, Bohnen- und Kürbispflanzen. „Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe, die Bohnen versorgen den Mais mit Stickstoff und die Kürbispflanzen schützen den Boden vor dem Austrocknen“, klärt sie auf. In Turow hat Kezia Deichsel zur Hälfte des Ackerstücks die Bohnen nun durch Erbsen ersetzt. „Ich hatte leider nicht genug Bohnen zum Legen“, erklärt sie und lacht.

So genau nehme sie das alles aber auch nicht. „Es ist ein Experiment“, sagt sie. Es sei spannend zu verfolgen, was Erfolg hat und was nicht. Der Thymian, den sie unter das Pfirsichbäumchen setzte – es war das erste Gewächs, was in den Garten gepflanzt wurde und sich als Nektarinenbaum herausstellte – zeigt bereits Wirkung. „Das Bäumchen war von Blattläusen befallen“, erzählt Kezia Deichsel. Nun aber zeigen sich zahlreiche kleine Früchte, die Mitte bis Ende Juli reif sein sollten.

Weiterhin experimentieren würde auch Dieter Werner. Der Demminer Senior half im April beim Anlegen und stieß auf ein in die Erde gelassenes Rohr – vermutlich ein Überbleibsel eines alten Brunnens.

„Leider ist das Rohr mit Erde zugesetzt. Jetzt sucht er nach einer Lösung“, erzählt Anna Barkow.

Auch sie verfolge mit Spannung die Entwicklung des Gartens. „Wir wollen weitere Projekte folgen lassen, beispielsweise einen Ernährungskurs, in dem die Wirkung von verschiedenen Gemüsen und Kräutern verdeutlicht wird. Oder einen Kochkurs“, berichtet sie. Termine gebe es noch nicht dafür, alles sei erst in der Planung. Jetzt freue sie sich über das Gedeihen der Kulturen. Nicht nur im Garten. Denn auch zwei Folienzelte wurden gebaut. „Eins für Gurken und eins für Tomaten“, berichtet sie. „Mit dem Pflanzen der Tomaten sind wir ein wenig spät dran. Aber vielleicht wird es ja noch was“, sagt sie.

Probiert werden solle es zumindest, denn genau das mache ja auch der Experimentiergarten aus.

akr

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