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Grimmen Fuchs und Reh schauen öfter vorbei
Vorpommern Grimmen Fuchs und Reh schauen öfter vorbei
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00:00 09.12.2017
Weihnachtliche Tischdeko: Frances, Lea, Lara und Ivy (v.l.) haben dafür unter Aufsicht von Kita-Leiterin Maren Bunge gebastelt und gebacken. Quelle: Foto: Christin Tute
Bremerhagen

Gewusel und lachende Kinder begrüßen den Besucher in der Bewegungskita „Trampolin“ in Bremerhagen.

Abseits viel befahrener Straßen und Ampelkreuzungen leitet Maren Bunge den Kindergarten. Vier Gruppen gibt es hier, die von sechs Mitarbeitern betreut werden. Ab Juni 2018 soll es eine Erzieherin mehr werden. Gemeinsam wollen sie den Kindern mit Spiel und Spaß nicht nur die Natur näherbringen.

„Die idyllische Lage fernab lieben wir“, sagt Maren Bunge. Da schauen auch Fuchs und Reh mal am Zaun vorbei. So wie zu Ostern dieses Jahres. Da gab es einen kleinen Zwischenfall, als ein Fuchs auf dem Gelände einen Hasen fraß. Die Kinder sahen dies, waren ganz aufgeregt und fragten, ob nun der Osterhase gefressen wurde. Die Antwort fanden sie selbst heraus, als sie feststellten, dass der gefressene Hase keine Kleidung trug und somit nicht der Osterhase sein konnte. „Auch sowas ist Natur und die lebt hier nunmal mit“, sagt Bunge.

Jetzt zum Winter bekam der Holz-Uhu im nahegelegenen Wald von den Kindern einen Schal. Aber auch Waldwiesen werden im Winter in Absprache mit dem Förster mit Futter für die Tiere bestückt. „Weil wir ja keine großen Kreuzungen in der Nähe haben, machen wir auch mal Verkehrserziehung im Wald“, erzählt Bunge. Da werde dann den Tieren erklärt, wie sie sicher über eine Straße kommen.

Trotz ihres abgelegenen Standortes kommen viele Kinder aus Grimmen. „Vielleicht auch grade deswegen“, sagt Bunge. Um es allen möglich zu machen, gibt es den Kindershuttle. Der wird vom Träger der Tagesstätte, dem Verein Jugendfreizeit, organisiert.

Täglich gehen die Kinder mit ihren Erzieherinnen raus, um sich auszutoben. Einmal in der Woche gibt es Yoga für die Vorschulkinder, Bastel- und Kreativkurse mit der Mutter der kleinen Ivy und Kneipp.

Auch Zuckerpeelings und Armbäder oder einen selbstgemachten Lippenbalsam gibt es. Noch findet das Wassertreten in kleinen Eimern drinnen statt. Dafür soll es 2018 im Sommer aber auch einen Außenbereich geben. Der Beginn der Arbeiten dafür ist demnächst vorgesehen. Nach deren Abschluss wird es auch draußen verschiedene Möglichkeiten fürs Wassertreten geben. „All das, was Kneipp zulässt“, sagt Bunge. Im Großen und Ganzen soll in der Kindertagesstätte „Trampolin“ ein Ort für Kinder geschaffen werden, bei dem Sonnenschein im Herzen ist. So steht es auch groß im Flur, damit alle das Konzept auf den ersten Blick sehen.

Christin Tute

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