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GMN-Kennzeichen sehr gefragt

Grimmen GMN-Kennzeichen sehr gefragt

270 Trebelstädter haben sich seit dem Frühjahr das Grimmener Kürzel fürs Auto geholt.

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GMN, NVP, VR — Gerlind Gierschewski mit Autokennzeichen. Übrigens könnte man sich hier auch das Kennzeichen RÜG holen. Nachgefragt wird das aber kaum — in Grimmen sind bisher nur zwei RÜG-Kennzeichen vergeben worden.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. ist gefragt. 270 Trebelstädter haben sich laut Analyse des Landratsamtes seit Mitte März dieses Jahres das GMN-Kennzeichenkürzel für ihre Autos geholt. Als sogenannte Neu- bzw. Wiederzulassung, als Umschreibung oder Umkennzeichnung. Auch NVP ist begehrt.

In der Grimmener Ausgabestelle werden täglich circa 50 Kfz-Kennzeichen herausgegeben. „GMN“ und „NVP“ sind die beiden beliebtesten und liegen zahlenmäßig in etwa gleich auf. „Die Bürger der Stadt nehmen fast alle das Kürzel für Grimmen, Bewohner der umliegenden Dörfer greifen auf das traditionelle ,NVP‘ zurück“, berichtet Gerlind Gierschewski aus der Ausgabestelle. Das Kürzel für Vorpommern-Rügen wird nur sehr selten gewünscht. „Letztens kam ein Kunde und sagte, er könne nur das Kürzel ,VR‘ nehmen“, erzählt Gerlind Gierschewski: „Er kam nämlich ,Von Richtenberg‘, erklärt sie.

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Mir ist egal, was drauf steht. Ich würde nicht extra Geld für ein Schild ausgeben.“Kurt Petrowski (79)

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Dass frühere gültige Kfz-Kennzeichen wieder zugelassen worden sind, hat nicht zuletzt mit einer bundesweiten Initiative zu tun. Die Meinungen der Bürger dazu waren in zahlreichen deutschen Städten erfragt worden — im Frühjahr 2011 auch in Grimmen. Vier Monate später hatte dann Grimmens Stadtvertretung ebenfalls befürwortet, GMN wieder zuzulassen.

GMN, NVP, VR. Wie sehen Autofahrer das Kennzeichen-Thema? „Mir ist das zu viel Verwirrung auf den Straßen“, findet Marlies Lichtwark. „Eine Person aus Grimmen kann aus drei Nummernschildern wählen — wer soll denn da noch den Überblick behalten?“, fragt sie. „Ich komme vom Dorf und werde auch in Zukunft bei ,NVP‘ bleiben“, meint die 61-Jährige.

„Wenn ich die Wahl habe, würde ich immer ,GMN‘ nehmen“, versichert Oliver Schmauder. „Es zeigt, aus welcher Stadt man kommt“, begründet der 23-Jährige. „Die Großkreis-Kennzeichen würde ich aber alle wieder abschaffen. Ich finde zu viele Nummernschilder auf den Straßen verwirrend.“

Kurt Petrowski sieht es anders: „Ist doch klasse, jeder hat die freie Auswahl.“ Der 79-Jährige argumentiert :„Seitdem es ‘NVP‘ gibt, habe ich auch diese Kennzeichnung. Mir ist es aber egal, was drauf steht, und ich würde jetzt auch nicht extra Geld für ein neues Schild ausgeben.“

Eine Zahl sticht bei den Zulassungen der vergangenen Wochen besonders ins Auge. So gab es seit dem 15. März insgesamt 388 so genannte Umkennzeichnungen. Dabei bekommt ein bereits zugelassenes Fahrzeug ein neues Kennzeichen, weil der Besitzer es sich besonders wünscht. Ohne dass Ort oder Halter wechseln. Immerhin 34 Prozent der Umkennzeichnungen gehen auf das Konto von RDG für Ribnitz-Damgarten, zehn Prozent auf NVP und noch fünf Prozent (bzw. 20 Fälle) auf GMN wie Grimmen. „Viele haben geradezu darauf gewartet, dass sie sich das alte Kennzeichen endlich wieder holen können“, sagt Renate Jährling, Referentin des Landrates.

Rechnet man alle Zulassungen mit ein, haben sich inzwischen wie eingangs erwähnt 270 Menschen das Kennzeichen GMN zugelegt. Sogar 1240 Autofahrer entschieden sich für das alte Kreis-Kennzeichen NVP.

Das sind immerhin 23 Prozent der gesamten Zulassungsvorgänge. 5381 Zulassungs vorgänge gab es seit 15. März und der Wiedereinführung der alten Kennzeichen. Insgesamt entfielen 62 Prozent auf das Kürzel „VR“. 38 Prozent entschieden sich bewusst für RDG, NVP oder GMN. Bei so genannten Umschreibungen eines zugelassenen Fahrzeuges (innerhalb des Zulassungsbezirkes) mit Halterwechsel dominierten die regionalen Kennzeichen: 40 Prozent nahmen NVP, 15 Prozent RDG, elf Prozent GMN, plus 34 Prozent für VR . Für die Wahl eines der vier genannten Kennzeichen gibt es übrigens laut Landratsamt keine zusätzlichen Kosten. Nur wer noch Buchstaben und Zahlen hinter dem örtlichen Kürzel bestimmen will, muss 10,20 Euro Wunschkennzeichen-Gebühr zahlen.

 

V. Wolfram, R. Mielke und P. Schlag

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