Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Ganz Sundhagen freut sich auf die Schule

Miltzow Ganz Sundhagen freut sich auf die Schule

Mehr als 600 Einwohner feierten gestern Fördermittelübergabe für den Neubau in Miltzow

Miltzow. „Es geht los, unsere neue Schule wird ganz groß“, sangen gestern Kinder gleich mehrerer Kitas aus Sundhagen und bekamen dafür viel Beifall von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Gemeinsam mit vielen Sundhagenern feierte sie ein wahres Volksfest in Miltzow. Denn über 600 Einwohner, darunter mindestens die Hälfte Kinder, waren gekommen, um am Standort dieser neuen Schule bei der Einweihung eines Bauschildes zuzusehen.

Darauf gibt es schon mal eine Modellzeichnung, die zeigt, wie diese Schule samt Sporthalle einmal aussehen soll. „Sie wird sehr modern sein“, versicherte Sundhagens Bürgermeister Helmut Krüger (CDU), der sichtlich angetan war vom Riesenzulauf. Auch Angela Merkel zeigte sich gerührt. „Das macht doch sichtbar, wie dringend die Schule hier benötigt wird“, sagte sie. „Sundhagen scheint eine sehr kinderreiche Gemeinde zu sein“, fügte sie angesichts der zahlreich erschienenen Mädchen und Jungen hinzu.“

Neben der Einweihung des Bauschildes, das an der Landstraße natürlich jetzt Fakten schaffen soll, gab es auch Geld. Viel Geld. Harry Glawe, Wirtschaftsminister in MV, überreichte eine Zusage über 4,7 Millionen Euro als Fördermittel. „2,7 Millionen für den Bau der Grundschule. Fast zwei Millionen für die Sporthalle.“

Der noch bestehende Pferdefuß ist allerdings, dass das Geld erst dann ausgezahlt wird, wenn auch tatsächlich gebaut wird.

Im Moment haben nämlich die Planer noch viel zu tun, gibt es auch noch keinen Bebauungsplan. Um den kümmert sich ein Büro aus Sundhagen. Erst wenn alles fertig ist, kann die Baugenehmigung vom Landkreis Vorpommern-Rügen erteilt werden.

Vizelandrätin Carmen Schröter (CDU) zeigte sich gestern aber genauso optimistisch wie Harry Glawe. Der versprach: „Zum Schuljahr 2018/19“ ist die Schule fertig. Da ich ja nicht weit weg wohne, werde ich das kontrollieren“, sagte der Minister, der gleichzeitig Grimmener Stadtpräsident ist.

Der Bürgermeister hatte zuvor noch einmal aufgezeichnet, wie lange die Gemeinde schon für diese Schule kämpft. Im Grunde seit 2009, als sich 34 Dörfer zur Großgemeinde zusammenschlossen. Schon damals war nämlich klar, dass die jetzigen Schulstandorte in Horst, Brandshagen und Reinberg keine Zukunft haben, weil sie zu marode sind und eine Sanierung zu aufwändig wäre. Außerdem liegen sie nicht zentral genug für alle 34 zu Sundhagen gehörenden Ortsteilen. Gleich nach der Gemeindefusion wurde deshalb ein Konzept entwickelt, das aber scheiterte, blickte Krüger zurück. 2014 gab es einen erneuten Anlauf. Und siehe da, diesmal bekam man alle Entscheidungsträger unter einen Hut. So konnte auch in Miltzow ein Grundstück ausgewiesen werden, das die Gemeinde von zwei ortsansässigen Landwirten im Tausch gegen andere Flächen erhielt.

Krüger hofft, dass es im Frühsommer 2017 mit dem Bau richtig losgehen kann. Viele Sundhagener würden das sehr begrüßen: „Wir brauchen die Schule dringend“, meinte gestern Anja Neese aus Miltzow, Die Mutter kann es gar nicht mehr erwarten, obwohl ihre Tochter Enny erst acht Monate alt ist. „Hoffentlich wird nach der Grundschule auch die weiterführende Schule gebaut, für die jetzt noch keine Fördermittel in Aussicht stehen“, hofft Katja Lehmann aus Reinkenhagen, Ihre beiden Sprösslinge würden diese Schule allerdings schon jetzt benötigen, weil sie in dem Alter sind, sagte die Mutter.

Und dass er auch gern einmal in die neue Schule gehen möchte, daran ließ Karl-Luis Hillenberg keinen Zweifel. Der Sechsjährige besucht derzeit die Kita Bremerhagen und ist in wenigen Tagen Abc-Schütze in der Theodor-Neubauer-Schule in Grimmen. Der Bundeskanzlerin verriet er schon mal in einem langen Gedicht, was er alles kann und wie er sich seine Zukunft als Schulkind vorstellt.

Reinhard Amler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Grimmen
Verlagshaus Grimmen

Bahnhofstraße 11
18507 Grimmen
Telefon: 03 83 26 / 46 07 84

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
9.30 bis 16.30 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.