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Ganztagsschule endlich genehmigt

Grimmen Ganztagsschule endlich genehmigt

Das Grimmener Gymnasium hat jetzt die offizielle Anerkennung als gebundene Ganztagsschule vom Schweriner Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur erhalten.

Grimmen. Das Grimmener Gymnasium hat jetzt die offizielle Anerkennung als gebundene Ganztagsschule vom Schweriner Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur erhalten. Damit haben die Schule und insbesondere Schulleiter Norbert Kasch ein Ziel erreicht, dass sie seit Jahren verfolgen.

„Diese Änderung der Organisationsform gilt ab dem neuen Schuljahr 2016/17“, sagt Norbert Kasch. Bisher arbeitete das Grimmener Gymnasium als offene Ganztagsschule — das bedeutet, Angebote können an den Nachmittagen freiwillig genutzt werden. Als sogenannte gebundene Ganztagsschule muss die Bildungseinrichtung an mindestens drei Nachmittagen pro Woche Unterricht, Projekte und Arbeitsgemeinschaften verbindlich gestalten. „Dazu stehen uns 39,5 Lehrerstunden zur Verfügung mit denen insgesamt 59,25 Angebotseinheiten für die Zeitdauer einer Schulstunde von 45 Minuten zur Verfügung gestellt werden sollen“, sagt Kasch. Als offene Ganztagsschule hat das Gymnasium bisher 28 Lehrerstunden zusätzlich.

„Unser Konzept für die Umsetzung der Ganztagsschule steht, ist aber nicht fix“, betont Kasch. Wichtig seien es ihm, der Koordinatorin der Ganztagsschule Sylvia Dinse und Susanne Fandrich als Schulsozialpädagogin, dass Bedürfnisse der Schüler — beispielsweise auch nach Nachhilfe — befriedigt werden, gleichzeitig aber auch die Eigenständigkeit der Jugendlichen beibehalten und entwickelt werde.

Was also die Ganztagsschule genau beinhalte, sei auch von den Interessen der Schüler abhängig. Und genau deshalb wurden jetzt und auch schon im vergangenen Schuljahr Umfragen bei Schülern und Eltern gestartet, die auf deren Wünsche abzielen. „Dabei wurde deutlich, dass es noch viele Unsicherheiten und sogar Ängste beim Thema Ganztagsschule gibt“, sagt Susanne Fandrich. Gibt es dann gar keine Freizeit mehr für unsere Kinder? Wie funktioniert das mit dem Busverkehr? — wollen beispielsweise die Eltern wissen. Aber auch, ob der Förderunterricht in Sprachen und Naturwissenschaften und für besonders Begabte in die Ganztagsschule integriert werde, ergänzt Sylvia Dinse.

„Das kann und soll er“, klärt der Schulleiter auf. Und er betonte auch, dass es erstmals seit Jahren eine Lösung für den Schulbusverkehr zu geben scheint. Bisher wurde nämlich von Seiten der Verkehrsbetriebe immer gesagt, dass die späten Busse erst nach 16 Uhr von Gymnasium losfahren könne, immerhin sind aber etwa 300 Schüler der insgesamt 420 Gymnasiasten Fahrschüler, die außerhalb Grimmens wohnen und teilweise eine Stunde und länger bis nach Hause fahren. Auch deshalb kam die Idee mit dem verbindlichen Unterricht an den Nachmittagen bisher nicht überall gut an. Jetzt sollen die Busse etwa 25 Minuten eher, also um 15.45 Uhr, abfahren.

Was noch geklärt werden muss, ist die sachliche und räumliche Ausstattung der Ganztagsschule. Und dafür sei der Kreis Vorpommern-Rügen als Schulträger gefragt, betont Norbert Kasch. Ein grundsätzlicher Beschluss des Kreistages zur Ausstattung der Ganztagsschule stehe noch aus. Beispielsweise plane man am Gymnasium, die Schülerspeisung langfristig auf eigene Beine zu stellen.

Übergangsweise kann sich Kasch eine Variante vorstellen, bei der durch Neuausschreibung des Essenanbieters auch der Schulkiosk mit frischer Ware aktiviert werde.

Jetzt gelte es, konkrete Pläne zu machen, betonen die Initiatoren. Dabei müsse aber nicht gleich zu Beginn für jeden Schüler ein vollständiges Ganztagesprogramm geboten werden. Vorschläge gebe es neben dem Förderunterricht viele: regelmäßige Angebote wie Foto-AG, sportliche Aktivitäten, Video-Club, Hausaufgabenhilfe, aber auch Projekttage, Musicalfahrten, Theateraufführungen oder eine Lernküche, die im Schülercafé eingerichtet wird, seien im Gespräch. Für die Umsetzung sind natürlich nicht Schüler und Lehrer gefragt, sondern auch externe Partner, Vereine, Fitnesstrainer, Köche..., die in den Ganztagsunterricht einsteigen mögen.

Ganz wichtig sind Angebote auf Platt. „Niederdeutsch zu fördern ist die einzige Auflage, die wir vom Ministerium bekommen haben, und auch dafür suchen wir noch externe Mitstreiter, die Kurse oder Projekte anbieten oder unterstützen“, sagt Susanne Fandrich.

Von Almut Jaekel

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