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Grimmen Geheimtipp für Gestresste: das Peenetal
Vorpommern Grimmen Geheimtipp für Gestresste: das Peenetal
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00:00 29.04.2016
Anklam

Mehrtägige Paddeltouren, Hausboot-Urlaub auf dem Wasser, Wellness im Gutshaus, Führungen und Erlebniswanderungen — das Peenetal zieht immer mehr Menschen an. Über 50000 Besucher wurden laut Naturparkverwaltung allein im vergangenen Jahr gezählt.

16000 von ihnen nutzten Angebote der Kanustation in Anklam. Rainer Vanauer, Betreiber eines Kanuverleihs und Anbieter von Floßfahrten in Menzlin, meldete 14000. Die Betreiber des Gutshof-Hotels in Liepen südlich des Flusses zählten 6000 Gäste. 2300 fanden sich an der Kanustation von Michael Woitacha in Loitz ein. Und immerhin 400 besuchten die „Villa Eden“ — ein Fachwerkhaus mit Gästezimmern, Obstgarten und Kanuverleih von Barbara Thomsen und Thomas Thielicke in Gützkow-Fähre. Urlaub im Peenetal: Dertour — einer der größten Reiseveranstalter in Deutschland — bietet ihn an. Auch Schulz aktiv reisen in Dresden, Spezialveranstalter von Natur- und Erlebnistouren.

Selbst im Ausland wird die Flusslandschaft mittlerweile beworben, durch Rotalis etwa, eine Radreisen-Manufaktur im oberösterreichischen Schärding. Der Anklamer Carsten Enke sieht das alles mit Genugtuung. Schließlich hat der touristische Aufschwung auch mit ihm zu tun. Vor nunmehr 15 Jahren ersteigerte Enke das Gelände einer ehemaligen Bootswerft in Anklam. 2001 eröffnete er hier einen Kanuverleih und bot geführte Flusstouren an. Was klein begann, wuchs mit den Jahren zu einem Netzwerk touristischer Anbieter heran. Mit viel Elan und nicht weniger Enthusiasmus holten Enke und Partner andere ins Boot. 2005 boten sie erstmals gemeinschaftliche Reiseprodukte an — Hotelaufenthalte wurden mit Naturführungen und Kanufahrten verknüpft. Fünf Jahre später erschien gar ein Reisekatalog, warben die Akteure mit der Marke „Abenteuer Flusslandschaft“, wurden sie für nachhaltigen Wassertourismus mit einem europäischen Preis ausgezeichnet. 2012 erweiterten sie ihre Angebotspalette um Bungalowboote, 2013 um Ganzjahresangebote wie Kranich-Wochenenden, Schietwetter-Arrangements und Moorwanderungen mit Hotelübernachtungen.

„Unser Schwerpunkt ist der hochwertige sanfte Naturtourismus“, erklärt die Sprecherin des Tourismusnetzwerks, Anke Enke. Damit es den Gästen an nichts fehle, arbeiteten lokale Unternehmen wie Pensionen und Hotels, Taxiunternehmen und Erzeuger regionaler Produkte Hand in Hand. Mehr als 50 steuerten so ihren Teil zum Gelingen der Urlaubsträume von Naturtouristen bei. Laut Enke gibt es an der Peene mittlerweile mindestens 150 touristische Arbeitsplätze. „Massentourismus“, sagt sie, „wird das Peenetal hoffentlich nie erleben.“ Noch mehr Besucher aber seien durchaus drin.

Von Sven Jeske

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