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Grimmen Gekämpft, gezittert, gewonnen: HSV beendet Sieglos-Serie
Vorpommern Grimmen Gekämpft, gezittert, gewonnen: HSV beendet Sieglos-Serie
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00:00 30.01.2018

Toller Erfolg für die Handballer des HSV Grimmen: Im bisher wohl besten Spiel der Saison besiegten die Trebelstädter in der MV-Liga den bis dahin ungeschlagenen Tabellenzweiten SV Fortuna Neubrandenburg mit 26:25 (12:13). Damit beendeten die Grimmener ihre Durststrecke von zuletzt sechs Spielen ohne Sieg.

„Was hatten wir zu verlieren? 90 Prozent der Leute haben doch mit einer Niederlage von uns gerechnet, aber was die Mannschaft dann über sechzig Minuten zeigte, war aller Ehren wert“, freute sich Trainer Manuel Abe: „Die Körpersprache stimmte und wir waren sofort im Spiel. Wir haben uns kaum Fehler erlaubt.“ Die Abwehr, mit dem herausragenden Tino Corswandt im Tor, habe Neubrandenburg „zwischendurch zur Verzweiflung gebracht“. Er sei „einfach nur glücklich und stolz auf das Team“, so ein strahlender Coach.

Es entwickelte sich sofort eine sehr intensive und kämpferische Partie, in der der Einsatz auf Seiten der Gastgeber vollauf passte. Beide Torhüter kamen stark in die Begegnung, aber nur Corswandt konnte seine Leistung über 60 Minuten bestätigen. Grimmen legte gut los und führte nach fünf Minuten mit 2:0, ehe die Gäste besser ins Spiel fanden, aber auch immer wieder am Bollwerk der HSV-Abwehr abprallte. Niemand schaffte es in der gesamten ersten Halbzeit überhaupt mal auf zwei Treffer davon ziehen. Immer wieder wechselten die Führungen (3:4, 6:5, 10:9).

„Wir waren von der ersten Minute an präsent. Das war heute eine ganz andere Mannschaft mit einer ganz anderen Einstellung. Mit jedem Erfolgserlebnis in der Deckung oder im Angriff haben wir uns immer mehr Sicherheit geholt, die uns in den vergangenen Wochen gefehlt hat“, fand Coach Lars Kibscholl. Grimmen ging das hohe Tempo der Gäste komplett mit und machte im Spielaufbau kaum Fehler und kam so ebenfalls zu zahlreichen leichten Toren. Dennoch waren es die Gäste, die mit einer knappen 13:12-Führung in die Halbzeit gehen sollten. Doch bereits zur Pause war die Halle teilweise aus dem Häuschen und schickte die Heim-Sieben mit viel Applaus in die Kabine. „Spätestens da war uns klar, dass hier was gehen kann“, war Kibscholl bereits zu diesem Zeitpunkt optimistisch.

Doch zunächst waren es die Gäste, die ihre Führung behaupten und sogar auf zwei Treffer ausbauen konnten (16:18 und 18:20). Da war noch knapp eine Viertelstunde zu spielen und die Partie sehr ausgeglichen. Dennoch musste Grimmen kurzzeitig zittern, weil viele Würfe nicht mehr ihr Ziel fanden. Doch auf die Defensive war weiterhin Verlass. Nun sollten richtig starke zehn Minuten die Wende in dieser Begegnung bedeuten. Zehn Minuten, in dem Grimmen nur zwei Gegentreffer kassierte und sogar acht Minuten gar nichts zuließ. Den 18:20- und 19:21-Rückstand drehte der HSV zu einer 25:22-Führung. „Wahnsinn, wie die Jungs in dieser Phase gekämpft und sich auf jeden Ball geschmissen haben. Hinzu kam die Ruhe im Angriff. Vor allem Kevin Mainitz machte wichtige Treffer und ein richtig gutes Spiel. Die Mannschaft hat sich als Einheit gezeigt“ so Abe.

Dennoch waren noch lange fünf Minuten zu spielen, in denen die Halle kochte und jeden Treffer des HSV und jeden Fehlwurf der Gäste wie eine Meisterschaft feierte. Neubrandenburg gab aber nicht auf und stemmte sich gegen die Niederlage und konnte nach dem 25:22 nochmals auf 25:24 verkürzen. Lucas Kladek-Markau behielt anschließend beim Siebenmeter die Nerven und erhöhte wieder auf 26:24. Eine Minute noch auf der Uhr, in der es hin- und herging und Grimmen die Entscheidung verpasste, den Gegentreffer kassierte, aber dann die Uhr clever runter spielte und am Ende einen verdienten 26:25-Sieg feiern konnte.

HSV: Corswandt, Schuknecht, Mainitz 7, Kladek-Markau 5/2, Pollex 3, Bernhardt 2, C. Köhler 2, B. Köhler 2, Pervölz 2, Kopilow 2, Schultz 1, Hildebrandt, Raesch, Bentzien.

Manuel Müller

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